Impfbetrug am Flughafen München

Erstimpfung im 15. Monat? - Frau zeigt kuriosen Impfnachweis vor

Eigentlich wollte die 70-Jährige Ärztin von München nach Amerika fliegen. Die eigenartigen Angaben auf dem Impfpass machten eine Flughafen-Mitarbeiterin aber stutzig.

Eigentlich wollte die 70-Jährige Ärztin von München nach Amerika fliegen. Die eigenartigen Angaben auf dem Impfpass machten eine Flughafen-Mitarbeiterin aber stutzig.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

Eigentlich wollte die 70-Jährige Ärztin von München nach Amerika fliegen. Die eigenartigen Angaben auf dem Impfpass machten eine Flughafen-Mitarbeiterin aber stutzig.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

Am Flughafen München versucht eine 70-jährige mit kurios gefälschtem Impfnachweis ins Flugzeug zu kommen.
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dpa
19.01.2022 | Stand: 13:51 Uhr

Erstimpfung am 01.15.2021 und die zweite Dosis am 03.26.2021 - mit diesen Fake-Daten auf ihrem Impfnachweis hat eine Frau am Münchner Flughafen eine Airline-Mitarbeiterin misstrauisch gemacht.

Die 70-Jährige wollte beim Check-in ihren Impfnachweis erst gar nicht zeigen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Als sie es dann tat, fielen der Mitarbeiterin am Dienstag gleich mehrere kuriose Angaben auf.

Wegen Impfnachweis die Polizei verständigt

Deshalb verständigte sie die Polizei. Den beiden kurz darauf eingetroffenen Bundespolizisten sagte die 70-Jährige - die selbst Ärztin war - sie könne sich weder an die Impfdaten noch den Impfstoff erinnern.

Sie wisse nur, dass sie nicht mit Biontech geimpft worden sei, weil sie dagegen allergisch sei. Dem offensichtlich gefälschten Impfbuch zufolge wurde die Frau jedoch eben genau mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft - einmal am imaginären 01.15.2021 sowie am 03.26.2021. (Lesen Sie auch: Polizei durchsucht Wohnungen von 100 Verdächtigen wegen gefälschter Impfpässe)

Impfung in einer geschlossenen Arztpraxis erhalten? Ärztin mit falschem Impfpass erwischt

Auffällig war zudem die Angabe der Arztpraxis in Düsseldorf. Diese war nämlich vor vier Jahren geschlossen worden. Bei sich hatte die Frau außerdem eine von ihr selbst ausgestellte Bescheinigung, laut der sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfe.

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Mehr als 5000 Anzeigen wegen gefälschter Impfausweise

Die Beamten zeigten die Frau wegen des Verdachts der Urkundenfälschung an und nahmen ihr den Impfpass sowie die weiteren vorgezeigten Nachweise ab.

Lesen Sie auch: Über 12.000 Verfahren in Deutschland - Falsche Impfpässe boomen

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