Vermieten in München

Gericht erlaubt Wohnungsvermietung bei berufsbedingter Abwesenheit

Mietswohnungen im Müncherner Stadtteil Schwabing: Eine Stewardess brachte nun durch, dass sie ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit an Touristen vermieten darf.

Mietswohnungen im Müncherner Stadtteil Schwabing: Eine Stewardess brachte nun durch, dass sie ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit an Touristen vermieten darf.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Mietswohnungen im Müncherner Stadtteil Schwabing: Eine Stewardess brachte nun durch, dass sie ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit an Touristen vermieten darf.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Eine Stewardess möchte ihre Eigentumswohnung in München während ihrer Abwesenheit vermieten. Die Stadt München untersagt. Das Gericht sieht es anders.
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dpa
13.08.2021 | Stand: 15:38 Uhr

Eine Stewardess hat sich vor Gericht das Recht erstritten, ihre selbst genutzte Eigentumswohnung in München während ihrer berufsbedingten Abwesenheitszeiten kurzzeitig an Touristen zu vermieten. Die Stadt München hatte ihr das untersagt, der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) gab der Berufung der Frau statt.

Wie das Gericht am Freitag mitteilte, hatte sie ihre Wohnung auf der Vermittlungsplattform Airbnb zur Vermietung angeboten. Darin sah die Landeshauptstadt eine unzulässige Zweckentfremdung von Wohnraum und ordnete an, das unverzüglich zu beenden. Das Verwaltungsgericht München bestätigte das Verbot. Der Verwaltungsgerichtshof dagegen gab der Berufung der Stewardess statt. Die schutzwürdigen Belange der Klägerin würden die öffentlichen Belange am Wohnraumerhalt überwiegen.

Stadt München kann Revision gegen Beschluss beantragen

Durch das Verbot stehe dem Wohnungsmarkt keine bisher zweckentfremdete Wohnung wieder zur Verfügung. Es führe nur dazu, dass die Wohnung über den gestatteten Vermietungszeitraum von acht Wochen hinaus unbewohnt leer stehen würde. Dieser Fall sei anders, als wenn "Personen eine nicht dauerhaft selbst bewohnte Wohnung zur Maximierung des Ertrags an einen ständig wechselnden Personenkreis wie zum Beispiel "Medizintouristen" vermieten". Gegen den Beschluss kann die Stadt Revision beim Bundesverwaltungsgericht beantragen.

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