Ohne Impfnachweis Kleidung kaufen

Gericht kippt 2G-Regel in Bekleidungsgeschäften

In Bayern dürfen Kunden in Bekleidungsgeschäften einkaufen, auch wenn sie die 2G-Auflagen nicht erfüllen.

In Bayern dürfen Kunden in Bekleidungsgeschäften einkaufen, auch wenn sie die 2G-Auflagen nicht erfüllen.

Bild: Thomas Frey, dpa (Symbolbild)

In Bayern dürfen Kunden in Bekleidungsgeschäften einkaufen, auch wenn sie die 2G-Auflagen nicht erfüllen.

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Wer Mode und Kleidung kaufen will, muss in bayerischen Geschäften keinen Impf- oder Genesenen-Nachweis mehr zeigen. Was muss man beim Shoppen trotzdem beachten?
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dpa
30.12.2021 | Stand: 08:09 Uhr

Bekleidungsgeschäfte in Bayern dienen genauso wie Buchhandlungen oder Blumenläden der "Deckung des täglichen Bedarfs" und unterliegen somit nicht der 2G-Regel. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Mittwoch entschieden. Der Beschluss ist rechtskräftig.

Die Staatsregierung hatte Anfang Dezember verfügt, dass im bayerischen Einzelhandel nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben. Ausgenommen sind Ladengeschäfte "zur Deckung des täglichen Bedarfs". Bekleidungsgeschäfte werden in der Verordnung nicht als Ausnahme aufgeführt. Nach dem Urteil der Richter sind aber auch sie von der 2G-Regel ausgenommen, "weil deren Bedeutung für die Allgemeinheit nicht hinter die von Schuhen, Büchern, Schnittblumen oder Gartengeräten zurücktrete und der Bedarf an Kleidung täglich eintreten könne".

Bekleidungsgeschäfte fallen laut Gericht nicht unter die Corona-Beschränkungen

Der Verwaltungsgerichtshof lehnte deshalb den Eilantrag eines Bekleidungsunternehmens gegen die 2G-Regel als unzulässig ab: Bekleidungsgeschäfte fielen ohnehin nicht unter die Beschränkung.

Vor Weihnachten hatten die Richter schon klargestellt, dass auch Spielzeugläden davon ausgenommen seien. Wie wichtig und dringlich ein täglicher Bedarf sein müsse, damit das Geschäft nicht der 2G-Vorschrift unterliegt, sei weder dem Verordnungstext noch der Begründung zu entnehmen. Neben Lebensmittelgeschäften und Apotheken nennt die Verordnung unter anderem Buch- und Blumenläden, Gartenmärkte und Weihnachtsbaumverkäufe.

Gericht kippt 2G-Regel: Handelsverband freut sich

Der Handelsverband Bayern reagierte erfreut, hätte sich aber früher Klarheit gewünscht. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft sei der Umsatz der bayerischen Bekleidungsgeschäfte im Vergleich zu 2019 um 30 bis 40 Prozent eingebrochen, "weil Ungeimpfte nicht rein durften und andere abgeschreckt wurden von den langen Schlangen" vor den 2G-Kontrollen, sagte Sprecher Bernd Ohlmann.

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