Giftmord in Tegernsee

Im Prozess um den bizarren Giftmord in Tegernsee wird das Abschluss-Plädoyer der Verteidigung erwartet

In dem Mordprozess wird der Frau vorgeworfen, ihren Ehemann getötet und seine Urne später vom Friedhof gestohlen zu haben. Am Freitag könnte der Prozess zuende gehen.

In dem Mordprozess wird der Frau vorgeworfen, ihren Ehemann getötet und seine Urne später vom Friedhof gestohlen zu haben. Am Freitag könnte der Prozess zuende gehen.

Bild: Peter Kneffel / dpa (Archiv)

In dem Mordprozess wird der Frau vorgeworfen, ihren Ehemann getötet und seine Urne später vom Friedhof gestohlen zu haben. Am Freitag könnte der Prozess zuende gehen.

Bild: Peter Kneffel / dpa (Archiv)

Die Angeklagte aus Tegernsee soll ihren Mann vergiftet und seine letzte Ruhe aus bizarren Gründen gestört haben. Nun könnte der Prozess zu Ende gehen.
In dem Mordprozess wird der Frau vorgeworfen, ihren Ehemann getötet und seine Urne später vom Friedhof gestohlen zu haben. Am Freitag könnte der Prozess zuende gehen.
dpa
18.12.2020 | Stand: 08:56 Uhr

Der Prozess um einen bizarren Giftmord in Tegernsee könnte am Freitag vor dem Landgericht München II zu Ende gehen. In der Verhandlung (9.30 Uhr) wird das Plädoyer der Verteidigung der 49 Jahre alten Angeklagten erwartet, die ihren Ehemann im Jahr 2018 getötet und seine Urne auf dem Friedhof ausgegraben haben soll. Einer Gerichtssprecherin zufolge könnte auch das Urteil möglicherweise schon am Freitag fallen.

Was die Staatsanwaltschaft der Angeklagten im Tegernsee-Prozess vorwirt

Die Staatsanwaltschaft wirft der deutschen Krankenschwester vor, ihren Mann in der gemeinsamen Wohnung in Tegernsee mit Insulin und Morphium getötet zu haben. Das mutmaßliche Motiv aus Sicht der Anklage: "Die Angeschuldigte hatte entschieden, dass ihr Ehemann, von dem sie lange Jahre in erheblichem Ausmaß finanziell profitiert hatte, ihr nun zu nichts mehr nütze sei."

Später soll die Witwe das Urnengrab ihres Mannes aufgebohrt und die Urne mitgenommen haben, um Teile davon in ihr Kopfkissen zu füllen. Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft für die Frau. Zudem sei die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

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