Bahn fahren im Allgäu

Go-Ahead: Verspätungen und Ausfälle wegen Problemen bei Infrastruktur

Go-Ahead: Züge des neuen Bahnunternehmens Go Ahead fahren seit 12. Dezember 2021 auf der elektrifizierten Strecke Lindau - Memmingen. Immer wieder kommt es zu Verspätungen.

Go-Ahead: Züge des neuen Bahnunternehmens Go Ahead fahren seit 12. Dezember 2021 auf der elektrifizierten Strecke Lindau - Memmingen. Immer wieder kommt es zu Verspätungen.

Bild: Andreas Berger

Go-Ahead: Züge des neuen Bahnunternehmens Go Ahead fahren seit 12. Dezember 2021 auf der elektrifizierten Strecke Lindau - Memmingen. Immer wieder kommt es zu Verspätungen.

Bild: Andreas Berger

Der Bahnbetreiber Go-Ahead hat für die zuletzt gehäuften Verspätungen oder Ausfälle seiner Züge in Bayern und im Allgäu die DB Netz verantwortlich gemacht.
##alternative##
dpa
22.06.2022 | Stand: 18:59 Uhr

"Wir hoffen, dass DB Netz diese Schwierigkeiten in den Griff bekommt", teilte Fabian Amini, Geschäftsführer der Go-Ahead-Gesellschaften in Deutschland, am Mittwoch in Berlin mit. Er forderte dringend mehr Investitionen in das Eisenbahnnetz. Zudem müsse vorausschauender instandgehalten und kundenfreundlicher gebaut werden. Lesen Sie auch: Das 9-Euro-Ticket ist ein Stresstest für Busse und Bahnen im Allgäu

In Baden-Württemberg etwa hätten Probleme durch Langsamfahrstellen, Streckensperrungen, Stellwerks-, Oberleitungs- oder Signalstörungen in den Juni-Wochen drastisch zugenommen. "So wie bei anderen Bahnbetreibern, sind auch bei Go-Ahead die Pünktlichkeitswerte in der vergangenen Woche dramatisch abgerutscht", sagte Amini: In der vergangenen Woche seien allein bei Go-Ahead Baden-Württemberg pro Wochentag mindestens 42 Stunden an Zugverspätungen zusammengekommen.

Go-Ahead: Strecke im Allgäu nur eingleisig befahrbar

Ein anderes Beispiel: Seit einer Woche sei auf der Bahnstrecke von Lindau ins Allgäu auf rund zehn Kilometern nur eines von zwei Gleisen befahrbar. Nach Aussage der DB Netz solle es noch eine Woche dauern, bis ein Defekt am Gleis behoben ist, sagte Amini. "Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Verspätungen und Zugausfälle." Go-Ahead könne die Infrastrukturprobleme nicht beseitigen. "In Gesprächen mit DB Netz und den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen versuchen wir, die Auswirkungen für die Fahrgäste zu verringern."

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.