So viel Heimatliebe

Heimatverbundene Bayern bleiben gern im Freistaat

Zugegeben: Bayern ist mehr als nur Bier, Tracht und Berge. Die Menschen im Freistaat jedenfalls scheinen sehr heimatverbunden zu sein und verlassen Bayern seltener dauerhaft als Menschen aus anderen Geburts-Bundesländern.

Zugegeben: Bayern ist mehr als nur Bier, Tracht und Berge. Die Menschen im Freistaat jedenfalls scheinen sehr heimatverbunden zu sein und verlassen Bayern seltener dauerhaft als Menschen aus anderen Geburts-Bundesländern.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Zugegeben: Bayern ist mehr als nur Bier, Tracht und Berge. Die Menschen im Freistaat jedenfalls scheinen sehr heimatverbunden zu sein und verlassen Bayern seltener dauerhaft als Menschen aus anderen Geburts-Bundesländern.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die Bayern lieben ihre Heimat offenbar und verlassen sie nur ungern dauerhaft. In anderen Bundesländern ist das aber nicht so.
Zugegeben: Bayern ist mehr als nur Bier, Tracht und Berge. Die Menschen im Freistaat jedenfalls scheinen sehr heimatverbunden zu sein und verlassen Bayern seltener dauerhaft als Menschen aus anderen Geburts-Bundesländern.
dpa
05.01.2021 | Stand: 12:54 Uhr

Bayern bleiben im Bundesvergleich am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen. Rund 85 Prozent aller Erwachsenen, die im Freistaat geboren wurden, lebten auch 2018 noch dort, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. So heimatverbunden zeigen sich die Menschen in keinem anderen Bundesland.

Baden-Württemberg und NRW binden ebenfalls viele Einheimische

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württemberg, wo 83 Prozent der dort Geborenen im Jahr 2018 noch dort lebten - und Nordrhein-Westfalen (82 Prozent). Diese Zahlen gehen nach BiB-Angaben auf das Demografieportal des Bundes und der Länder zurück, wo sie auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) veröffentlicht wurden.

"Da die meisten Umzüge nur über kurze Distanzen vollzogen werden, ziehen viele Menschen in großen Ländern innerhalb des eigenen Bundeslandes um", sagte Thomas Skora, Soziologe am BiB. Von allen Erwachsenen, die in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg zur Welt gekommen sind, wohnen den Angaben zufolge 2018 nur noch etwa die Hälfte dort.

In Ostdeutschland ziehen mehr aus dem Geburts-Bundesland weg

Die Zahlen sind nach BiB-Einschätzung aber nicht nur auf die Größe des jeweiligen Bundeslandes zurückzuführen, sondern auch ein Zeichen für wirtschaftliche Unterschiede. So ist der Anteil derer, die aus ihrem Geburts-Bundesland weggezogen sind, beispielsweise in Ostdeutschland höher als im Westen: In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind nur knapp über 50 Prozent der dort Geborenen auch dort geblieben.

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