Mariä Himmelfahrt

Kardinal Marx appelliert: Klaren Kopf in Corona-Zeit behalten

Reinhard Kardinal Marx spricht in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt vor der Wallfahrtskirche Maria Eich seinen Segen aus.

Reinhard Kardinal Marx spricht in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt vor der Wallfahrtskirche Maria Eich seinen Segen aus.

Bild: Matthias Balk/dpa

Reinhard Kardinal Marx spricht in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt vor der Wallfahrtskirche Maria Eich seinen Segen aus.

Bild: Matthias Balk/dpa

In seiner Botschaft zu Mariä Himmelfahrt hat Münchens Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx zu Themen wie Corona und der Wahl in Belarus Stellung bezogen.

Reinhard Kardinal Marx spricht in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt vor der Wallfahrtskirche Maria Eich seinen Segen aus.
dpa
15.08.2020 | Stand: 16:55 Uhr

Münchens Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, hat die Christen in Bayern zum Hochfest Mariä Himmelfahrt aufgerufen, in der Corona-Krise einen klaren Kopf zu behalten. "In Krisenzeiten wie dieser können die Menschen zu Recht erwarten, dass die Christen Jesus hörbar machen", sagte der Erzbischof von München und Freising bei einem Gottesdienst am Samstag am Freialtar der Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg (Landkreis München). An Mariä Himmelfahrt rücke die Botschaft von Ostern in den Fokus. "Ostern heißt Aufstand gegen den Tod und die Mächte des Todes: gegen Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit", betonte Marx.

"Ostern wird überall dort spürbar, wo Menschen aufstehen und die Würde des Menschen verteidigen, die Würde des Lebens, die Würde der Freiheit – auch in Weißrussland", ergänzte der Kardinal auch mit Blick auf die aktuellen politischen Proteste in Belarus.

Mariä Himmelfahrt und Corona: Nur 500 Teilnehmer bei Lichterprozession erlaubt

Bayernweit begingen in den katholisch geprägten Regionen Tausende Christen den Feiertag. In den protestantischen Gebieten war dagegen am Samstag kein Feiertag. Im schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild, wo normalerweise Tausende an einer Lichterprozession teilnehmen, waren diesmal nur 500 Teilnehmer erlaubt, die während der Prozession Mundschutz tragen mussten.

Die Corona-Krise habe neue Erkenntnisse über die Gesellschaft gebracht, etwa zu den Spannungen zwischen Arm und Reich und der eng damit verbundenen Frage, wer eine Chance habe, in dieser Krise durchzuhalten, sagte Marx. "Wir sind noch lange nicht am Ende mit der Bewertung, welche Lehren wir aus dieser Krise ziehen können, auch wir als Kirche", stellte der Erzbischof fest. "Und wir müssen auch aufmerksam werden für die Fehler, die wir gemacht haben."

Mit Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Kardinal Marx sind dieses Jahr zwei Preisträger für den Augsburger Friedenspreis ausgewählt worden.