Corona-Lockerungen

Kultusminister Piazolo fordert Lockerung der Maskenpflicht an Schulen

Nach dem Ende der dritten Corona-Welle fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht.

Nach dem Ende der dritten Corona-Welle fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Nach dem Ende der dritten Corona-Welle fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Zum Schutz vor Corona müssen Schulkinder auch in der Klasse eine Maske tragen. Das muss aber nun kritisch hinterfragt werden, findet Bayerns Kultusminister.
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dpa
09.06.2021 | Stand: 12:30 Uhr

Wegen der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. "Die Maskenpflicht ist ein großer Eingriff in die Freiheit und wir müssen immer wieder kritisch hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig ist", sagte der Freie-Wähler-Politiker am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Mit Blick auf die am Donnerstag beginnende Konferenz der Kultusminister (KMK) forderte er dazu "einen intensiven Austausch" für ein bundeseinheitliches Vorgehen.

Piazolo: Keine Masken im Schulhof und am Sitzplatz

Aus der Sicht von Piazolo sollte es im Schulgebäude selbst weiter die Maskenpflicht geben, eine Aufhebung sei aber auf dem Schulhof und auch am Sitzplatz in den Klassen angemessen. "Voraussetzung dafür ist eine Inzidenz, die deutlich unter 50 liegt. Über den genauen Wert für einen Korridor müssen wir uns aber natürlich gemeinsam verständigen", betonte Piazolo. Er könne sich gut vorstellen, die Lockerung unterhalb des Wertes 20 bis 25 zu gestatten. Er unterstütze aber auch ausdrücklich, dass jeder der wolle weiter eine Masken tragen könne.

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben bereits beschlossen, die Maskenpflicht für Schüler aussetzen zu wollen. Aus anderen Bundesländern sind bisher keine Überlegungen bekannt. "Das Thema steht aber jetzt an und wir müssen uns damit befassen", sagte Piazolo. Es sei "wichtig und richtig" gewesen, die Maskenpflicht einzuführen, aber nun habe sich die Lage glücklicherweise geändert.

Kommt es zu keiner Einigung, könnte Bayern einen Eigenweg gehen

Sollte sich die KMK bei ihrer Videoschalte nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen können, hält Piazolo auch ein Vorgehen nur für Bayern für angebracht: "Das Thema ist jetzt virulent. Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass wir zeitnah auch im Ministerrat darüber austauschen werden." Die CSU hatte bislang nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht an Schulen lockern zu wollen.

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Neben den sinkenden Inzidenzen spreche auch die kontinuierliche Testung an den Schulen für Lockerungen, sagte Piazolo. Diese würden die Sicherheit hoch halten und helfen, Ansteckungen zu verhindern. Seit Anfang September 2020 gibt es in Bayerns Schulen eine Maskenpflicht, diese galt zunächst nur auf dem Schulgelände und nicht auf dem Sitzplatz im Klassenzimmer. Wenige Wochen später wurde sie dann im Verlauf der Pandemie aber auch auf diesen ausgeweitet.

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