Diebstahl in 159 Fällen

Mehrjährige Haftstrafe für Grabräuber von Fürth

Ein Schild mit der Aufschrift «Justizgebäude» hängt am Eingang vom Landgericht Nürnberg-Fürth.

Ein Schild mit der Aufschrift «Justizgebäude» hängt am Eingang vom Landgericht Nürnberg-Fürth.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Ein Schild mit der Aufschrift «Justizgebäude» hängt am Eingang vom Landgericht Nürnberg-Fürth.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Zu einer mehrjährigen Haftstrafe ist ein 58-jähriger Grabräuber vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt worden.
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dpa
03.09.2021 | Stand: 22:30 Uhr

Ein 58 Jahre alter Grabräuber ist vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann soll demnach für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis, wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte. Ein 31 Jahre alter Mitangeklagter wurde zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Männer wurden des Diebstahls in 159 Fällen schuldig gesprochen. Der Wert des Diebesgutes liegt bei mindestens 66.700 Euro. Das höhere Strafmaß für den 58-Jährigen erkläre sich aus dessen langer Vorstrafenliste, sagte der Sprecher.

Den Ermittlungen nach hatten die Männer im September und Oktober 2020 Grabschalen, Grableuchten und Blumenvasen aus Buntmetall von einem Friedhof in Fürth gestohlen. Mutmaßlich bei Tageslicht markierten sie geeignete Gegenstände mit Feuchttüchern. Wohl in der darauffolgenden Nacht kamen sie zurück, traten die Buntmetall-Gegenstände aus der Verankerung und kaschierten die Bruchstellen so gut es ging. Das Diebesgut legten sie laut der Anklage an einer Stelle am Rand des Friedhofs ab, die von außen mit einem Fahrzeug erreichbar war.

Das Buntmetall sollen die Männer teilweise an ahnungslose Recyclingunternehmen verkauft haben. Dabei erzielten sie einen Erlös von rund 3.500 Euro.

Verteidiger plädierte auf vier Jahre Haft

Der Staatsanwalt hatte für den 58-Jährigen viereinhalb Jahre Haft und für den Komplizen eine zweijährige Bewährungsstrafe gefordert. Der Verteidiger des 58-Jährigen plädierte auf vier Jahre Haft, der Anwalt des 31-Jährigen auf eineinhalb Jahre Haft zur Bewährung.

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