Nachfolge Merkel

Ministerpräsident Söder: Klare Aussage zur Kanzlerkandidatur

12.05.2020, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht zu Beginn der Kabinettssitzung zu seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei. Die wöchentliche Kabinettssitzung ist in den geräumigen Kuppelsaal verlegt worden. Dort konnten die einzelnen Tische der Teilnehmer mit Abstand zueinander aufgestellt werden, um eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus besser zu vermeiden. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Der bayerische Ministerpräsident könnte Nachfolger von Bundeskanzlerin Merkel werden. Er ist immer wieder als Kanzlerkandidat im Gespräch.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Der bayerische Ministerpräsident könnte Nachfolger von Bundeskanzlerin Merkel werden. Er ist immer wieder als Kanzlerkandidat im Gespräch.

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Strebt Ministerpräsident Söder die Nachfolge von Bundeskanzlerin Merkel an? Söder hat sich nun zu den Spekulationen geäußert.

dpa
06.06.2020 | Stand: 00:07 Uhr

Immer wieder ist der bayerische Ministerpräsident Markus und CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat im Gespräch. Insbesondere in der Corona-Krise hat er gute Umfragewerte erzielt. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich dafür ausgesprochen, dass Söder als Kanzler kandidiert. "Ich glaube, wir könnten dann Dinge, die für Bayern und Deutschland wichtig sind, gezielter umsetzen. Und ich hätte einen kurzen Draht ins Kanzleramt", sagte Aiwanger Ende April. Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Söder der zweitbeliebteste Politiker. Doch strebt Söder tatsächlich eine Kanzlerkandidatur an? Werden ihn seine Wege nach Berlin führen. Der Ministerpräsident hat nun zu den Spekulationen klar Stellung bezogen.

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Zieht es Ministerpräsident Söder in die Bundespolitik?

Im Gespräch mit der "Mittelbayerischen Zeitung" weist Söder die Gerüchte von sich, dass es ihn in die Bundespolitik ziehe.  "Der schönste Weg in Berlin ist der nach Bayern", sagte er. Das bleibe auch so. "Mein Platz ist im Freistaat." Aber er schob hinterher: Um für Bayern etwas zu erreichen, müsse man auch in Berlin etwas durchsetzen können. "Nur zu fordern oder Presseerklärungen zu schreiben, reicht nicht."

Um den CDU-Vorsitz - und damit indirekt die Kandidatur - bewerben sich neben Friedrich Merz auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Auf die Frage der "Welt am Sonntag", ob Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts aktuell guter Umfragewerte der Union weitermachen solle, antwortete Söder vergangenen Montag: "Die Kanzlerin führt unser Land sehr gut durch diese Krise. Alles andere entscheidet sie für sich selbst." Dann fügte er mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu: "Die Krise zeigt, wem die Deutschen in schwierigen Zeiten vertrauen. Das ist eine hohe Verantwortung."