allgaeu.life am Nebelhorn

Minus 25 Grad, trotzdem geil: Willkommen am kältesten Arbeitsplatz im Allgäu

Wer auf dem Nebelhorn arbeitet, ist an Kälte gewöhnt. Auch allgaeu.life-Reporterin Anja machten die Temperaturen beim Besuch der Pistenbully-Fahrer um Christian Kocher schon bald nichts mehr aus.

Wer auf dem Nebelhorn arbeitet, ist an Kälte gewöhnt. Auch allgaeu.life-Reporterin Anja machten die Temperaturen beim Besuch der Pistenbully-Fahrer um Christian Kocher schon bald nichts mehr aus.

Bild: Tobias Schuhwerk

Wer auf dem Nebelhorn arbeitet, ist an Kälte gewöhnt. Auch allgaeu.life-Reporterin Anja machten die Temperaturen beim Besuch der Pistenbully-Fahrer um Christian Kocher schon bald nichts mehr aus.

Bild: Tobias Schuhwerk

Ja, es ist eiskalt. Ja, es hatte nachts minus 25 Grad. Aber das kratzt auf dem Nebelhorn in Oberstdorf niemand. Denn der wohl kälteste Arbeitsplatz im Allgäu ist zugleich der schönste! Davon sind alle überzeugt, die auf 1.932 Metern Höhe Dienst schieben. Und nicht nur sie, wie die allgaeu.life-Reporter beim Blitz-Besuch in der Allgäu-Antarktis erfuhren.
Von Tobias Schuhwerk, Anja Worschech
27.02.2018 | Stand: 12:53 Uhr

"Hier jammert keiner, nur weil es mal weniger als minus 20 Grad hat. Wir haben schon viel härtere Winter erlebt. Der Betrieb läuft einwandfrei", stellt Alfred Spötzel, technischer Leiter der Nebelhornbahn, klar.

Und tatsächlich: Wer an einem eisigen Sonnentag mit der Gondel hinauf zur Bergstation Höfatsblick fährt, ist umgeben von freudestrahlenden Gesichtern. "Geiler Schnee, geiles Wetter. Nur die Harten kommen in den Garten", rufen uns drei Snowboarder zu, ehe sie dick eingepackt nach unten sausen.

Kleine Pause mit dem besten Kumpel: Christian ist selbst bei minus 20 Grad glücklich, wenn er mit dem 600er Polar unterwegs ist. Im Fahrercockpit ist es warm und genug PS hat die Pistenraupe auch - stattliche 520 um genau zu sein.
Kleine Pause mit dem besten Kumpel: Christian ist selbst bei minus 20 Grad glücklich, wenn er mit dem 600er Polar unterwegs ist. Im Fahrercockpit ist es warm und genug PS hat die Pistenraupe auch - stattliche 520 um genau zu sein.
Bild: Schuhwerk

Auch beim Pistenteam Nebelhorn ist die Stimmung alles andere als frostig. "An solchen Tagen geht uns das Herz auf. Da spüren wir keine Kälte", sagt Pistenbully-Fahrer Christan Kocher (25) stellvertretend für seine Kollegen und deutet auf das herrliche Bergpanorama.

Vier, fünf Meter hoch liegt er derzeit am Koblat oberhalb der Bergstation. Darüber erhebt sich der wolkenlose Himmel.

Ein kräftigeres weiß-blau gibt es allenfalls auf der bayerischen Flagge!

Doch auch im Dunkeln müssen die Bullyfahrer ran: In der Nacht auf Dienstag ist Christian mit der Pistenraube noch fleißig auf der "Walz" gewesen. "Minus 25 Grad zeigte das Thermometer. Das war Rekord in diesem Winter. Aber es war trotzdem geil", sagt der Bullyfahrer aus Leidenschaft. Der Schnee sei ein Traum. Davon überzeugen sich die Jungs vom Pistenteam täglich selbst: Quasi zur Qualitätskontrolle schnallen sie selbst die Ski an.

Während sich die Gipfel-Gäste nach dem Zwiebelprinzip mehrere Klamotten-Schichten überziehen, trägt Christian bei unserem Treffen an der Bergstation noch nicht mal eine lange Unterhose unter der Jeans. "Man gewöhnt sich an alles", sagt er lachend.

Wer beim Pistenteam arbeitet, bewegt wirklich was - und zwar tonnenweise...
Wer beim Pistenteam arbeitet, bewegt wirklich was - und zwar tonnenweise...
Bild: Schuhwerk

Recht hat er: Selbst allgaeu.life-Reporterin Anja, die im kalten Wind anfangs noch bibberte, fällt nach unserem Dreh im Winterwunderland der Abschied schwer. "Mag sein, dass es im Büro wärmer ist. Aber schöner ist selbst bei minus 20 Grad hier oben!"