Kritik an der Bahn

Private Eisenbahnunternehmen: Bayerisches Schienennetz in "desaströsem Zustand"

Eine S-Bahn fährt über die Gleise.

Eine S-Bahn fährt über die Gleise.

Bild: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Eine S-Bahn fährt über die Gleise.

Bild: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Eine Bündnis von privaten Eisenbahnunternehmen, zu dem auch das im Allgäu tätige "Go Ahead" gehört, kritisiert die Deutsche Bahn scharf.
15.08.2022 | Stand: 17:36 Uhr

Angesichts vieler Mängel kritisiert ein Interessensverband privater Bahnunternehmen die Strecken der Deutschen Bahn (DB) in Bayern. Das Schienennetz sei in Teilen Bayerns "in einem desaströsen Zustand", teilte das Bündnis Mofair am Montag mit. Der Verband vertritt private Eisenbahnunternehmen wie Transdev oder Go-Ahead. Die Deutsche Bahn war am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Mofair zufolge müssten Züge an vielen Stellen wegen der Mängel deutlich langsamer fahren, weshalb die Fahrpläne nicht eingehalten werden könnten. Die DB Netz weigere sich jedoch, "realistische Fahrpläne aufzustellen".

Streckensperrung wegen Gleisfehler

Besonders betroffen sind den Angaben zufolge die Strecken Freilassing – Berchtesgaden, Eichstätt – Weilheim/Schongau sowie das bayerische Oberlandnetz, befahren von der Transdev-Tochter Bayerische Regiobahn.

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Schon Anfang August meldete die Regiobahn eine Streckensperrung wegen eines Gleisfehlers. Aufgrund der Urlaubszeit sowie vieler Krankmeldungen kam es damals zusätzlich zu Schwierigkeiten bei der Organisation des Schienenersatzverkehrs. Vergangene Woche störte dann eine Stellwerkstörung stundenlang den Zugverkehr bei Ingolstadt. Neben dem Regionalverkehr waren auch ICE-Verbindungen betroffen.