Neue Bahntrasse in Richtung Brenner

Region fordert mehr Tunnel bei Brenner-Nordzulauf - Proteste geplant

Für den 24. April haben die Bürgerinitiativen eine «Protestwelle» gegen die neue Bahntrasse durchs Inntal angekündigt.

Für den 24. April haben die Bürgerinitiativen eine «Protestwelle» gegen die neue Bahntrasse durchs Inntal angekündigt.

Bild: Peter Kneffel, dpa/Archiv

Für den 24. April haben die Bürgerinitiativen eine «Protestwelle» gegen die neue Bahntrasse durchs Inntal angekündigt.

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Am Dienstag gab die Bahn den Streckenverlauf der neuen Bahntrasse in Richtung Brenner bekannt. Bürgerinitiativen sind entsetzt und kündigten Widerstand an.
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dpa
14.04.2021 | Stand: 13:38 Uhr

Nach der Bekanntgabe des Streckenverlaufs für mögliche neue Gleise im Inntal Richtung Brenner fordern Vertreter in der Region Nachbesserungen, insbesondere weitere Untertunnelungen.

Bürgerinitiativen kündigten am Mittwoch massiven Widerstand gegen das Projekt an - sie sehen schon jetzt die Möglichkeit zu klagen. Die Bahn hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die geplante Neubau-Trasse östlich von Rosenheim und Inn verlaufen soll; es ist mit 60 Prozent Tunnel-Anteil die aufwändigste der zuletzt noch vier Varianten.

Bürgerinitiative reagierte entsetzt - die Gleise sollen direkt am Ort Rieddung vorbeigehen

Die Initiative "Pro Riederung - brenna tuats" reagierte entsetzt - die Gleise sollen direkt an dem Ort vorbeigehen. Die Trasse werde als die umweltschonendste dargestellt. "In Wirklichkeit ist es die längste, teuerste und technisch aufwändigste Trasse." Das Projekt sei ein Milliardengrab. Die bestehenden Gleis seien derzeit nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. "Die Veränderungen, die coronabedingt auch den Verkehrsfluss beeinträchtigen, werden hier außen vor gelassen."

Für den 24. April haben die Bürgerinitiativen eine "Protestwelle" durchs Inntal angekündigt. Von Ostermünchen bis Oberaudorf wollen sie mit Töpfen, Trillerpfeifen und Kuhglocken ein akustisches Signal setzen.

Rosenheimer Bürgermeister Andreas März verlangt mehr Tunnel

Der Rosenheimer Landrat Otto Lederer (CSU) sagte, die Wahl sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, da die Flächen-Inanspruchnahme am geringsten ausfalle. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass eine Neubaustrecke so geplant werde, dass sie Infrastruktureinrichtungen wie Bundesstraßen oder Bahngleise oberirdisch kreuze. "Auch die Tatsache, dass derzeit nördlich und westlich von Rosenheim keine unterirdischen Streckenanteile geplant sind, ist nicht vermittelbar."

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