Mit dem Handy

Spanner an der Hochschule Kempten soll Frauen auf Toilette gefilmt haben. Polizei ermittelt

Mit dem Handy soll ein Mann an der Hochschule Kempten Frauen auf der Toilette gefilmt haben.

Mit dem Handy soll ein Mann an der Hochschule Kempten Frauen auf der Toilette gefilmt haben.

Bild: Ralf Lienert/Symbolbild

Mit dem Handy soll ein Mann an der Hochschule Kempten Frauen auf der Toilette gefilmt haben.

Bild: Ralf Lienert/Symbolbild

An der Hochschule Kempten wird gegen einen mutmaßlichen Spanner ermittelt: Der Mann soll Studentinnen auf der Toilette gefilmt haben. 
02.03.2020 | Stand: 15:53 Uhr

Ein Mann soll mit seinem Handy Studentinnen auf der Toilette der Kemptener Hochschule gefilmt haben. Die Polizei sucht nun nach dem mutmaßlichen Täter, sagt Polizeisprecher Holger Stabik. „Es gibt einen vagen Tatverdacht.“

Präsident Professor Dr. Wolfgang Hauke spricht von sechs der Hochschulleitung bekannten Fälle. Die betroffenen Frauen hätten berichtet, dass ein Mann ein Handy unter die Kabinen-Trennwand hielt, vermutlich um Videos zu drehen.

„In dem Moment, als uns das bekannt war, haben wir sofort reagiert“, sagt Hauke. In einer Rundmail bat die Hochschulleitung Mitarbeiter und Studierende, weitere Beobachtungen zu melden. Auch empfahl sie in dem Schreiben, „als Frau die Toilette nicht alleine aufzusuchen“. Bis zu den Semesterferien, die Mitte Februar begannen, war ein Sicherheitsdienst auf dem Campus unterwegs. Die Hochschulleitung schaltete darüber hinaus sofort die Polizei ein, sagt Hauke.

Die Ermittlungen dauern an, sagt deren Sprecher. Stabik verweist auf die Semesterferien, die bis Mitte März dauern. Derzeit könne die Polizei einige der betroffenen Frauen nicht befragen, weil sie nicht in Kempten sind. Eine Beschreibung des Täters könne Stabik nicht machen, da die Angaben der Zeugen variierten.

Spanner an der Hochschule Kempten: Erster Vorfall Mitte Dezember

Der erste Vorfall ereignete sich bereits Mitte Dezember, bestätigt der Polizeisprecher auf Anfrage der Allgäuer Zeitung. Mitte Februar soll der Spanner dann erneut in Aktion getreten sein. Hochschul-Präsident Hauke indes hofft, dass bis zum Start des neuen Semesters am 16. März „die Ermittlungen gedeihen“.

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Es ist nicht das erste Mal, dass ein Fall von sexueller Belästigung an der Hochschule für Schlagzeilen sorgt. 2015 hatte ein 27-Jähriger Studentinnen und Mitarbeiterinnen in gebrochenem Englisch angesprochen, in ein harmloses Gespräch verwickelt und dann begrapscht. Der Mann wurde rechtskräftig verurteilt.