Corona-Krise

Testen, impfen, lockern - So geht Bayern in den Corona-Monat März

Auch im März können Kunden die Ware im Einzelhandel erst einmal nur im Schaufenster bestaunen.

Auch im März können Kunden die Ware im Einzelhandel erst einmal nur im Schaufenster bestaunen.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Symbolbild)

Auch im März können Kunden die Ware im Einzelhandel erst einmal nur im Schaufenster bestaunen.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Symbolbild)

Ein Jahr nach Beginn der Pandemie geht die Politik anders gegen das vor, was schon 2020 in den Corona-Lockdown führte. Was das für Wirtschaft und Leben bedeutet
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dpa
04.03.2021 | Stand: 17:03 Uhr

Nach Wochen und Monaten des harten Lockdowns setzt Bayern wie von Bund und Ländern verabredet für die kommenden Wochen auf einen neuen Kurs im Corona-Krisenmanagement mit mehr Öffnungen. Dieser sieht unter bestimmten Bedingungen zudem ab Mitte März die weitere Rückkehr von Schülern in die Schulen vor. Die wichtigsten Punkte der bayerischen Strategie im Überblick:

Corona-Öffnungen: Treffen in größerer Runde und volle Klassenzimmer

SOZIALE KONTAKTE: Ab kommendem Montag (8. März) sind wieder Treffen mit bis zu fünf Menschen aus einem anderen Hausstand möglich. Wo die Inzidenz stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sinkt, können Treffen von bis zu drei Haushalten mit maximal zehn Personen erlaubt werden. Ab einer Inzidenz von 100 ab dem zweiten darauffolgenden Werktag werden die Möglichkeiten wieder auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Kinder bis 14 Jahren werden generell nicht mitgerechnet.

SCHULEN: Nach Grundschülern und Abschlussklassen sollen ab dem 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Klassen wieder in die Schulen zurückgeholt werden, zumindest im Wechselunterricht und dort, wo die Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt. Die Osterferien sollen wie geplant beibehalten werden. An den Grund- und Förderschulen in Regionen mit einer Inzidenz unter 50 soll dann zudem wieder normaler Präsenzunterricht angeboten werden.

KITAS: An den Kitas wird in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln. Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen. Und in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 wird auf Notbetreuung umgestellt.

Einzelhändler bleiben weitestgehend im Lockdown, Buchläden sind die Ausnahme

BÜCHEREIEN: Ab Montag werden auch Buchläden wieder geöffnet, sie werden künftig dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet. Auch Büchereien, Archive und Bibliotheken können unter Auflagen öffnen. Wie viele Menschen den Raum betreten dürfen, orientiert sich an dessen Größe.

HANDEL: Für den Einzelhandel bleibt die Inzidenz das entscheidende Kriterium. Liegt diese stabil unter 50, können Geschäfte Kunden einlassen. Wie viele ist abhängig von der Ladengröße. Liegt der Wert darüber, bis maximal 100, ist noch Terminshopping möglich.

KULTUR: Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen öffnen, wenn die 50-er-Inzidenz stabil unterschritten wird. Zwischen 50 und 100 sind auch hier nach Terminbuchung Besuche möglich.

Kontakfreier Sport und vermehrte Corona-Tests in Bayern

SPORT: Unter dem 50-er Wert ist kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen im Außenbereich wieder erlaubt, auch auf Außensportanlagen wie Tennis- oder Golfplätzen. Zwischen 50 und 100 reduziert sich die erlaubte Teilnehmerzahl bei Individualsport auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten oder bei Kinder bis 14 Jahren auf Gruppen bis 20 Personen.

SCHUTZMECHANISMEN: Generell setzt Bayern wie alle anderen Bundesländer auf ein engmaschiges Testkonzept und eine Impfstrategie, die auf schnellstmögliche Erstimpfungen setzt, so viel es die Lieferungen zulassen.

WEITERE PERSPEKTIVEN: Für die Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser sind frühestens ab dem 22. März Öffnungen möglich. Dies gilt auch für die Außengastronomie, also etwa Biergärten, und Sport in Innenräumen beziehungsweise Kontaktsport im Außenbereich. Liegt in einer Kommune die Inzidenz dann über 100, sind Terminbuchung und/oder tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests erforderlich. Über weitere Öffnungen oder Perspektivpläne etwa für Hotellerie oder Reisen soll dann frühestens bei der Konferenz von Bund und Ländern am 22. März gesprochen werden.

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