Totschlag bei Hof

Mann zu Tode geprügelt und keine Hilfe geholt: Prozessauftakt in Hof

Wiel sie einen 43-Jährigen zusammengeschlagen haben, der später an den Verletzungen starb, müssen sich zwei Männer nun in Hof vor Gericht verantworten

Wiel sie einen 43-Jährigen zusammengeschlagen haben, der später an den Verletzungen starb, müssen sich zwei Männer nun in Hof vor Gericht verantworten

Bild: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

Wiel sie einen 43-Jährigen zusammengeschlagen haben, der später an den Verletzungen starb, müssen sich zwei Männer nun in Hof vor Gericht verantworten

Bild: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

Ein Mann in Hof wird von zwei anderen zusammengeschlagen und ist wenig später tot - wegen unpassender Kommentare beim Zocken. Nun stehen die Täter vor Gericht.
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dpa
14.01.2022 | Stand: 14:57 Uhr

Zwei Männer sollen im oberfränkischen Rehau (Landkreis Hof) einen 43-Jährigen mit Schlägen traktiert und tödlich verletzt haben - seit Freitag stehen sie deswegen vor Gericht. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge und Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen, wie das Landgericht Hof zum Prozessauftakt mitteilte.

Totschlag bei Hof: Zwei Männer prügeln auf 43-Jährigen ein - Der stirbt noch in der Nacht

Die zur Tatzeit 18- und 34-jährigen Männer sollen im Juli gemeinsam mit ihrem späteren Opfer in der Wohnung des 34-Jährigen getrunken haben. Spätabends kam es laut Staatsanwaltschaft dann zur Auseinandersetzung - weil der 43-Jährige nach Meinung der beiden anderen unpassende Kommentare abgegeben habe, während sie auf einer Spielkonsole zockten, so der Vorwurf.

Opfer nach Attacke gestorben: Notarzt hätte helfen können

Sie sollen ihn mit Fäusten im Gesicht und am Oberkörper geschlagen haben, der 34-Jährige soll außerdem auf ihn gesprungen sein. Über Nacht schickten sie das stark blutende Opfer demnach ins Badezimmer. Der 43-Jährige starb am Tag darauf, weil er Blut einatmete.

Er hatte gebrochene Rippen, einen Einriss in der Speiseröhre und massive Verletzungen im Mund-Rachen-Bereich. Ein Notarzt hätte ihn laut Staatsanwaltschaft noch retten können - die beiden sollen aber keine Hilfe geholt haben. Der Prozess geht am Dienstag weiter.

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