Bayern/München

Vergiftete Getränke in Supermärkten in München: Polizei analysiert Stoff

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Warntafel mit Totenkopf, die vor Gift warnt, liegt am 09.06.2011 in München (Oberbayern). Blei ist nach einer Studie das weltweit gravierendste Umweltgift. Das geht aus dem Umweltgiftreport 2015 der Schweizer Stiftung Green Cross hervor, der am 21.10.2015 in Zürich vorgestellt wurde. Foto: Marc Müller/dpa (zu dpa "Umweltgiftreport: Blei weltweit größte Bedrohung" vom 21.10.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Im Fall der mit tödlichem Gift versehenen Getränkeflschen in Münchner Supermärkten verfolgt die Polizei noch keine konkrete Spur.

Bild: Marc Müller/dpa (Symbolfoto)

Im Fall der mit tödlichem Gift versehenen Getränkeflschen in Münchner Supermärkten verfolgt die Polizei noch keine konkrete Spur.

Bild: Marc Müller/dpa (Symbolfoto)

Nach den Funden mehrerer Getränkeflaschen mit tödlichem Gift in Supermärkten laufen die Ermittlungen unter Hochdruck. Zum aktuellen Stand hier.

dpa
03.06.2020 | Stand: 09:28 Uhr

Nach den Funden mehrerer Getränkeflaschen mit tödlichem Gift in Münchner Supermärkten versuchen die Ermittler weiter, die genaue Substanz zu analysieren. Die Sonderkommission Tox führe in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalität Tests durch, um Details zu dem Giftstoff zu erhalten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Vergiftete Getränke in Münchner Supermärkten: Bisher vier bekannte Fälle

Im März und April waren in zwei Münchner Supermärkten insgesamt vier Fälle bekannt geworden. Dreimal hatten Kunden in kleinen Mengen aus den vergifteten Flaschen getrunken und anschließend über Übelkeit, Schwindel und Kreislaufbeschwerden geklagt. Zwei Frauen im Alter von 34 und 42 Jahren mussten sofort medizinisch behandelt werden.

Auch in einer vierten - noch nicht verkauften - Flasche fanden die Ermittler Gift. Den Erkenntnissen nach sind die Flaschen geöffnet und mit einem Lösungsmittel aufgefüllt worden.

Weitere Opfer hätten sich noch nicht gemeldet, sagte der Polizeisprecher weiter. Auch eine konkrete Spur verfolgen die Beamten noch nicht. "Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen."