Prozess gegen Jennifer W.

Verteidiger von mutmaßlicher IS-Terroristin wollen Plädoyer halten

Die Verteidiger von der mutmaßlichen IS-Terroristin Jennifer W. aus Niedersachsen wollen am Freitag vor dem Oberlandesgericht in München plädieren.

Die Verteidiger von der mutmaßlichen IS-Terroristin Jennifer W. aus Niedersachsen wollen am Freitag vor dem Oberlandesgericht in München plädieren.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archiv)

Die Verteidiger von der mutmaßlichen IS-Terroristin Jennifer W. aus Niedersachsen wollen am Freitag vor dem Oberlandesgericht in München plädieren.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archiv)

Jennifer W. aus Lohne (Niedersachsen) soll dabei zugesehen haben, wie ein Mädchen starb. Jetzt wollen die Verteidiger vor Gericht plädieren.
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dpa
30.09.2021 | Stand: 20:02 Uhr

Im Prozess gegen die IS-Rückkehrerin und mutmaßliche Terroristin Jennifer W. wollen am Freitag (9.00 Uhr) die Verteidiger der Angeklagten vor dem Oberlandesgericht München plädieren. Die junge Frau soll dabei zugesehen haben, wie ein fünf Jahre altes jesidisches Mädchen in der Stadt Falludscha im Irak starb - in der Mittagssonne angekettet in einem Innenhof. Nach Angaben der Anwälte ist zudem eine umfangreiche Stellungnahme ihrer Mandantin im Rahmen des sogenannten letzten Wortes geplant.

Prozess vor dem Oberlandesgericht München: Bundesanwaltschaft fordert lebenslange Haftstrafe

Mitte September hatte die Bundesanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für W. gefordert, die aus Lohne in Niedersachsen stammt. Sie sei unter anderem der Versklavung mit Todesfolge, der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Kriegsverbrechen schuldig. Kurz darauf schloss sich die Anwältin der Mutter des Mädchens, die als Nebenklägerin auftritt, dem Anklage-Plädoyer weitgehend an und forderte eine Verurteilung wegen Mordes. Das Urteil wird nach Gerichtsangaben voraussichtlich frühestens am 13. Oktober fallen.