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Wasserknappheit auf Mallorca: In dieser Region gilt jetzt zweithöchste Alarmstufe wegen Dürre

Mallorca

Wasserknappheit auf Mallorca: In dieser Region gilt jetzt zweithöchste Alarmstufe wegen Dürre

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    In einigen Regionen Mallorcas herrscht gerade im Sommer immer wieder Wasserknappheit. Wo ist die Lage aktuell akut?
    In einigen Regionen Mallorcas herrscht gerade im Sommer immer wieder Wasserknappheit. Wo ist die Lage aktuell akut? Foto: schulzfoto, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die in den Sommermonaten andauernde Trockenheit auf Mallorca sorgt immer wieder für Wasserknappheit auf der Baleareninsel. Als Folge wird häufig der Wasserverbrauch eingeschränkt, was für Bewohner wie auch Touristen Konsequenzen hat. Erst im Mai 2025 führte die Wasserknappheit dazu, dass in einigen Gemeinden strenge Trinkwasser-Regelungen erlassen wurden: Menschen dürfen bis zum Ende des Sommers kein Trinkwasser mehr zum Füllen von Pools, zur Gartenbewässerung oder zur Versorgung von Stalltieren nutzen. Nun wird in weiteren Teilen Mallorcas das Wasser knapp. Welche Region ist besonders betroffen und welche Maßnahmen werden jetzt ergriffen?

    Wasserknappheit auf Mallorca: In dieser Region gilt jetzt zweithöchste Alarmstufe wegen Dürre

    Im Landesinneren Mallorcas hat sich die Versorgungssituation dramatisch verschärft, meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bereits am 31. Juli 2025. In der Region Pla de Mallorca, die abseits der Touristenströme rund 38.000 Bewohner zählt, herrscht akute Wasserknappheit. Um eine kurzfristige Entspannung zu erreichen, prüften die Behörden zu der Zeit, ob mehrere der 14 Gemeinden offiziell zum Notstandsgebiet erklärt werden sollten.

    Nun ist die Lage noch schlechter geworden, wie die dpa und die Mallorca-Zeitung berichten: Für mehrere Gemeinden in Pla de Mallorca gilt jetzt Dürrealarm, da die Trockenheit immer schlimmer wird und die Wasserspeicher weiter sinken. Dabei handelt es sich um die zweithöchste Alarmstufe, die erste Einschränkungen beim Wasserverbrauch für Einwohner und Urlauber mit sich bringt. Die konkreten Auswirkungen für die 14 Gemeinden müssen aber noch festgelegt und kommuniziert werden. Die höchste Alarmstufe wäre die Erklärung des Wassernotstandes.

    Nach Angaben der Balearen-Regierung herrscht inzwischen nahezu auf dem gesamten Archipel Wasserknappheit, berichtet die Mallorca-Zeitung. Mehr als 88 Prozent der Balearen befänden sich in der „Vorwarnstufe“. Nur die Insel Formentera weise noch eine normale Wassersituation auf.

    Dürrealarm auf Mallorca: Auswirkungen auf Anwohner und Urlauber

    Wie die Mallorca-Zeitung berichtet, können die betroffenen Gemeinden, in denen nun Dürrealarm herrscht, auf Kosten der Regierung Wasser in Tanklastern liefern lassen. Hintergrund ist hier auch, dass die Gemeinden in dem Fall nicht ans öffentliche Trinkwassernetzwerk Mallorcas angeschlossen sind.

    Auf die Bewohner, aber auch Touristen, die ländlich Urlaub machen, kommen vermutlich strenge Beschränkungen beim Wasserverbrauch zu. Vermutlich wird es sich ebenfalls um Verbote, den Pool aufzufüllen oder den Garten zu wässern, handeln, so die Mallorca-Zeitung. „Das ist keine angenehme Situation, da sie viele Einschränkungen sowohl auf öffentlicher als auch auf privater Ebene mit sich bringt. Aber wir sind dazu bereit, weil wir keine andere Wahl haben“, erklärte Joana Maria Pascual, Präsidentin des Gemeindeverbands Pla, gegenüber der mallorquinischen Zeitung Diario de Mallorca Ende Juli, als eine Erklärung zum Wassernotstandsgebiet geprüft werden sollte.

    Obwohl Pla de Mallorca abseits der großen Ferienzentren liegt, ist die Region laut dpa bei Rad- und Wandertouristen beliebt. Auch in anderen Teilen Mallorcas – etwa rund um das Bergdorf Bunyola in der Serra de Tramuntana – gibt es Anzeichen einer angespannten Wasserbilanz, wenn auch in geringerem Ausmaß als im Zentrum der Insel.

    Gründe für Wasserknappheit auf Mallorca: Dürre und schwindende Reserven

    Im Juni fielen auf Mallorca durchschnittlich lediglich 0,2 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, berichtete die Mallorca Zeitung – normalerweise sind es 16,7 Liter pro Quadratmeter. Damit war es der trockenste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1961 auf den Balearen.

    Im Juli gingen die Wasserspeicher auf den Balearen im Schnitt auf 43 Prozent zurück, berichtet nun die dpa. Die Balearen-Regierung rechnet damit, dass die Grundwasserstände im August weiter sinken werden. Eine spürbare Erholung erwarten die Behörden erst im Herbst.

    Übrigens: Wer einen Urlaub auf Mallorca plant, stellt sich vielleicht auch die Frage: Welche Haie gibt es vor Mallorca? Die gute Nachricht lautet, dass die 59 verschiedenen Haifischarten, die dort zu finden sind, größtenteils ungefährlich sind. Und: Dass man einem Hai überhaupt begegnet, kommt nur selten vor. 

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