Besserer Austausch zwischen Clubs und Fans

Bündnis "Zukunft Profifußball" soll Dialog zwischen Verbänden und Fußball-Fans stärken

Die Fans des FC Bayern München feiern die Profifußballer. Mit dem Bündnis "Zukunft Profifußball" soll der Dialog zwischen den Fans und den Verbänden besser werden.

Die Fans des FC Bayern München feiern die Profifußballer. Mit dem Bündnis "Zukunft Profifußball" soll der Dialog zwischen den Fans und den Verbänden besser werden.

Bild: Peter Kneffel/dpa (Archivbild)

Die Fans des FC Bayern München feiern die Profifußballer. Mit dem Bündnis "Zukunft Profifußball" soll der Dialog zwischen den Fans und den Verbänden besser werden.

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Die Arbeitsgruppe "Zukunft Profifußball" soll für einen besseren Dialog zwischen Fans und Verbänden sorgen. Was im bisher erarbeiteten Konzeptpapier steht.

Die Fans des FC Bayern München feiern die Profifußballer. Mit dem Bündnis "Zukunft Profifußball" soll der Dialog zwischen den Fans und den Verbänden besser werden.
dpa
07.09.2020 | Stand: 10:36 Uhr

Die von Fanorganisationen gegründete Arbeitsgruppe "Zukunft Profifußball" regt für einen verbesserten Dialog mit den Verbänden eine Reform der Statuten an. "Für einen verbindlichen, effektiven und zielgerichteten Dialog zwischen Fans und Verein ist es notwendig, einen verpflichtenden Rahmen" zu schaffen, schreibt das Bündnis in seinem Konzeptpapier "Fußball als Publikumssport", das am Montag veröffentlicht wurde.

Clubs und Fanszene sollen sich um Dialog bemühen

In der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball Liga ist bislang festgelegt, dass sich die Clubs "nach besten Kräften" zu bemühen haben, "mit Vertretern seiner organisierten Fanszene einen offenen, regelmäßigen und verbindlichen Dialog zu etablieren". Bis heute seien dafür keine Kriterien für die Umsetzung etabliert, schreibt das Bündnis: "Die Folge ist, dass er mancherorts kaum mehr als eine "Alibiveranstaltung" ist."

Das gelte insbesondere auch für die vom Deutschen Fußball-Bund verantwortete 3. Liga. Die Neufassung der entsprechenden Statuten-Abschnitten von DFL und DFB solle die "Verbindlichkeit und Überprüfbarkeit" des Dialogs zwischen Fans und Clubs garantieren.

(Warum Ministerpräsident Söder bezüglich einer Fan-Rückkehr in die Stadien skeptisch bleibt und wie viele Zuschauer entsprechend der Hygieneauflagen wieder in die Allianz Arena könnten, erfahren Sie im jeweiligen Artikel.)

AG Fankulturen sollen eigene Kommission im DFB werden

Zudem empfiehlt die Arbeitsgruppe die Aufwertung der bestehenden AG Fankulturen zu einer eigenen Kommission im DFB. Bislang sei diese der "Kommission Prävention & Sicherheit & Fußballkultur" untergeordnet. Die Arbeitsgruppe empfiehlt, "die bundesweite Berücksichtigung von Faninteressen eigenständig und unabhängig von anderen Themenbereichen wie beispielsweise "Sicherheit" zu verankern".

Die von DFL und DFB "unabhängigen Mitglieder der Kommission sind gegenüber den Verbänden nicht weisungsgebunden", schreibt die Arbeitsgruppe in ihrem Vorschlag. Unterhalb einer neuen Kommission für Fans und Fankulturen solle zudem eine Reihe weiterer Dialog-Formate geschaffen werden.