Corona im Sport

Sportanwalt Schickhardt hält Impfpflicht für Fußballprofis «völlig abwegig»

Anwalt Christoph Schickhardt gilt als einer der Experten um Rechtsfragen im deutschen Fußballsport.

Anwalt Christoph Schickhardt gilt als einer der Experten um Rechtsfragen im deutschen Fußballsport.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Archiv)

Anwalt Christoph Schickhardt gilt als einer der Experten um Rechtsfragen im deutschen Fußballsport.

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Kann es allein für Profifußballer eine Impfpflicht geben? Anwalt Schickhardt erteilt dem eine klare Absage. Ein Risiko für ungeimpfte Spieler gibt es aber.
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dpa
24.11.2021 | Stand: 12:12 Uhr

Sportrechtler Christoph Schickhardt schließt eine Impfpflicht nur für Profifußballer aus. "Gerade wird die Impfpflicht für alle diskutiert. Das ist natürlich möglich - und betrifft dann selbstverständlich auch die Fußballprofis. Eine Impfpflicht isoliert für Fußballprofis hätte aber rechtlich keine Chance", sagte der 66 Jahre alte Anwalt in einem Interview der Münchner "Abendzeitung" (Mittwoch). Hierfür gäbe es "rechtlich keinen plausiblen Anknüpfungspunkt".

Laut Schickhardt: Bei Quarantäne keine finanzielle Entschädigung für Profifußballer möglich

Nach Meinung des Sport-Juristen könnten Vereine allerdings das Gehalt von ungeimpften Spielern für die Dauer einer verordneten Quarantäne einbehalten. (Lesen Sie auch: FC Bayern München - Impfung: Gnabry und Musiala inzwischen wohl geimpft)

"Wer nicht arbeitet, bekommt kein Geld - es sei denn, der Arbeitnehmer ist krank oder im Urlaub", sagte Schickhardt. Wenn Spieler, die nicht infiziert sind, in Quarantäne müssen, weil sie als Nicht-Geimpfte Kontakt zu einem positiven Fall hatten, dann dürfen sie nicht arbeiten. Da sie aber nicht krank sind, bekommen sie dementsprechend in dieser Zeit auch kein Gehalt, sagte der Anwalt. (Lesen Sie auch: Allgäuer Kliniken melden sieben weitere Todesfälle - Große Mehrheit für Impfpflicht)