Golf im Allgäu

Ein ganzer Golfplatz kommt unters Messer

Der Platz des Golfclubs Bad Wörishofen wurde in den vergangenen drei Jahren umgebaut. Jetzt sind die Strapazen überstanden.

Der Platz des Golfclubs Bad Wörishofen wurde in den vergangenen drei Jahren umgebaut. Jetzt sind die Strapazen überstanden.

Bild: GC Bad Wörishofen

Der Platz des Golfclubs Bad Wörishofen wurde in den vergangenen drei Jahren umgebaut. Jetzt sind die Strapazen überstanden.

Bild: GC Bad Wörishofen

Die Anlage des GC Bad Wörishofen wurde in den vergangenen drei Jahren umfassend umgebaut. Was die Arbeiten auf dem 18-Loch-Platz gekostet haben.

08.08.2020 | Stand: 07:00 Uhr

Seit vergangenem Wochenende sind all die Strapazen der vergangenen Jahre überstanden. Die Anlage des Golfclubs Bad Wörishofen in Rieden bei Kaufbeuren erstrahlt in neuem Glanz. Seit Herbst 2017 wurde der Platz grundlegend umgestaltet, nun wurden nach fast drei Jahren ganz offiziell wieder alle 18 Spielbahnen in Betrieb genommen. „Die Reaktionen der Golfer waren durchweg positiv. Sie sind mit dem Ergebnis der Arbeiten zufrieden“, sagt Klubmanager Christoph Hirschvogel.

Was ist seit dem Umbau neu?

In Rieden gibt es jetzt zwei komplett neue Spielbahnen. Ein Par 3, also eine vergleichsweise kurze Bahn, soll das neue Vorzeige-Loch werden – direkt am Wertach-Stausee gelegen. Dafür wurden zwei weitere Bahnen zu einem langen Par 5 kombiniert. Zudem wurden alle 18 Grüns komplett renoviert, auch Abschläge und Bunker sind größtenteils erneuert worden. Auf einem großen Übungsgrün unterhalb des Klubhauses sind fürs Training sämtliche Ondulierungen der Grüns nachgebaut worden. Hirschvogel betont: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass der Platz nun einerseits modernsten Anforderungen entspricht, andererseits die Tradition und der ursprüngliche Charakter der Anlage bewahrt werden.“

Warum wurde der Golfplatz einer Art Schönheits-OP unterzogen?

Seit der Eröffnung der Anlage in den Wertachauen zwischen Bad Wörishofen und Kaufbeuren im Jahr 1980 wurde kaum etwas verändert. Der Teufel steckte nun im Detail. Bei einem Bodengutachten wurden in der Rasentragschicht der Grüns sogenannte „Black Layer“ als Ursache für Staunässe entdeckt. Das heißt: Das Wasser sickerte weder nach unten, noch konnte es nach oben entweichen. Auch die Wurzeln schafften es nicht mehr, die Sperrschicht zu durchdringen. Bereits vor fünf Jahren versah Golfclub-Präsident Peter Ried die notwendige Renovierung mit höchster Priorität. „Denn es war schon damals abzusehen, dass die Grüns über kurz oder lang erheblichen Schaden nehmen würden“, erklärt Hirschvogel. Knapp 1,8 Millionen Euro kostete der Umbau den Verein.

Wie haben die Golfer darauf reagiert?

Hirschvogel spricht ein großes Lob an die Mitglieder und Gäste aus. Sie mussten in den vergangenen Jahren mit etlichen Einschränkungen klarkommen. Weil die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb ausgeführt wurden, waren abwechselnd nur jeweils neun Bahnen geöffnet – und ausschließlich mit fix gebuchten Startzeiten bespielbar. Gleichwohl erhielt das Konzept des Vorstandes in der Mitgliederversammlung 2017 eine Zustimmung von 98 Prozent. Zur Wiedereröffnung am vergangenen Wochenende waren fast 200 Golfer auf der Anlage unterwegs. Hirschvogel: „Ich habe nichts Negatives gehört. Unsere Mitglieder haben vor allem die neuen Blickwinkel auf dem Platz gelobt.“