Kostspielige Spieler und Trainer

Ist der Amateur-Fußball zu teuer? DFB-Vize Koch hofft auf Sinneswandel durch Corona

Rainer Koch, Vizepräsident des DFB, fordert geringere Gehälter für Spieler und Trainer im Amateur-Fußball. Das würde die Vereine in der Corona-Krise entlasten.

Rainer Koch, Vizepräsident des DFB, fordert geringere Gehälter für Spieler und Trainer im Amateur-Fußball. Das würde die Vereine in der Corona-Krise entlasten.

Bild: Andreas Gora/dpa

Rainer Koch, Vizepräsident des DFB, fordert geringere Gehälter für Spieler und Trainer im Amateur-Fußball. Das würde die Vereine in der Corona-Krise entlasten.

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Der DFB-Vizepräsident Rainer Koch erhofft sich durch Corona geringere Gehälter im Amateur-Fußball. Diese seien nun "fast nicht mehr finanzierbar".

Rainer Koch, Vizepräsident des DFB, fordert geringere Gehälter für Spieler und Trainer im Amateur-Fußball. Das würde die Vereine in der Corona-Krise entlasten.
dpa
29.07.2020 | Stand: 07:46 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhofft sich angesichts der finanziellen Folgen der Corona-Krise einen Sinneswandel im Amateurbereich. "Vereine, die signifikante Spieler- und Trainergehälter zahlen, haben jetzt auch entsprechend größere Nöte", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch der Deutschen Presse-Agentur. "Profifußballer in der Oberliga sind keine gute Idee. Der Amateurfußball ist in den letzten Jahren viel zu teuer und in einigen Fällen fast nicht mehr finanzierbar geworden. Vielleicht bringt das Corona-Virus uns alle wieder zur Vernunft. Hoffentlich ohne Insolvenzen. Zu wünschen wäre es."

Deutsche Fußballvereine sind finanziell schwer getroffen

Nach und nach fährt der Amateurbereich den Betrieb derzeit in vielen Bundesländern wieder hoch. "Der Amateurfußball hat in dieser Krise seine Kraft entfaltet, das stimmt mich zuversichtlich", sagte Koch: "Aber wir alle müssen auch etwas dafür tun, dass er so stark bleibt und diese Krise, die sich keiner ausgesucht hat, durchsteht."

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Die vielerorts befürchteten Massenabmeldungen von Mannschaften oder Austritte von Mitgliedern sind bislang weitgehend ausgeblieben. "In finanzieller Hinsicht aber hat es unsere Vereine schwerer getroffen, weil sie beispielsweise auf die Pacht des Wirtes ihres Vereinsheimes, das ja auch geschlossen war, verzichten mussten oder keine Sommerfeste und Jugendturniere austragen konnten", sagte Koch. "In den einzelnen Bundesländern gab es unterschiedliche Lösungen wie Soforthilfen oder etwa verdoppelte Übungsleiter-Pauschalen. Dafür haben wir uns mit unseren Landesverbänden bei der Politik stark gemacht."

Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird überschattet

Die Rückkehr in den Spiel- und Trainingsbetrieb ist von vielen Ungewissheiten geprägt, die Gefahr eines erneuten Abbruchs allgegenwärtig. Von Normalität könne man wohl erst wieder sprechen, "wenn ein Impfstoff gefunden ist oder es entsprechende Medikamente gibt", sagte Koch. "Das gilt für den Amateurfußball ebenso wie für unser ganzes gesellschaftliches Leben."

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