Deutscher Fußball-Bund

DFB-Ethikkommission legt Ergebnis zu Nazi-Vergleich Sportgericht vor

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, soll den Vizepräsidenten Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet haben. Der Fall liegt nun dem Sportgericht vor.

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, soll den Vizepräsidenten Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet haben. Der Fall liegt nun dem Sportgericht vor.

Bild: Arne Dedert, dpa (Archivbild)

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, soll den Vizepräsidenten Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet haben. Der Fall liegt nun dem Sportgericht vor.

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DFB-Präsident Fritz Keller soll Vizepräsident Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet haben. Der Vorfall des Nazi-Vergleichs landet nun vor dem Sportgericht.
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dpa
03.05.2021 | Stand: 19:54 Uhr

Die DFB-Ethikkommission hat über den Nazi-Vergleich des angeschlagenen Präsidenten Fritz Keller beraten und das Resultat dem DFB-Sportgericht zu einer Entscheidung vorgelegt. Dies teilte der DFB am Montagabend mit. Zu den Details der abgeschlossenen Beratungen machte der Verband keine Angaben. Bei einem weiteren Verfahren rund um den DFB-Chef und dessen Büroleiter wurde ebenfalls beraten, hier plädiert die vierköpfige Kommission auf Zustimmung zur Einstellung des Verfahrens. (Lesen Sie auch: Das Schweigen von Fritz Keller und offene Fragen)

Generalsekretär Curtius zeigte Fritz Keller an

Keller hatte Vizepräsident Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. Generalsekretär Friedrich Curtius soll den Vorfall danach direkt zur Anzeige bei der Ethikkommission gebracht haben. Am Sonntag war sowohl Keller als auch dem langjährigen Generalsekretär das Vertrauen von den Chefs der Landes- und Regionalverbände entzogen worden.

Auch zwei Anträge gegen Curtius beriet die Kommission. Es handelt sich dabei zum einen um die Umstände im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung von Kellers Bürochef und zum anderen um die Weitergabe eines Schreibens von Keller an den Medienberater Kurt Diekmann. Auch diese Ergebnisse wurden dem Sportgericht vorgelegt, von einer Einstellung war hier nicht die Rede.

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