ESVK in der DEL-2

Kantersieg für den ESV Kaufbeuren gegen Selber Wölfe

ESVK-Torhüter Stefan Vajs hatte im Spiel gegen die Selber Wölfe am Dienstagabend wenig zu tun.

ESVK-Torhüter Stefan Vajs hatte im Spiel gegen die Selber Wölfe am Dienstagabend wenig zu tun.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

ESVK-Torhüter Stefan Vajs hatte im Spiel gegen die Selber Wölfe am Dienstagabend wenig zu tun.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Der ESV Kaufbeuren hat sein DEL-2-Heimspiel gegen personell gebeutelte Selber Wölfe mit 12:3 gewonnen. Doch auch beim ESVK fehlten einige Eishockey-Cracks.
15.12.2021 | Stand: 07:39 Uhr

Ein Nachholspiel vom 13. Spieltag stand am Dienstagabend in der Erdgas Schwaben Arena auf dem Plan. Das entschied der ESV Kaufbeuren gegen den Aufsteiger aus Selb mit einem eindeutigen 12:3 für sich. Selb, reiste ohne einige ausgefallene Spieler aber mit Verstärkung aus Bietigheim an die Wertach. Auf Seiten der Joker mussten die Ausfälle der verletzten Fabian Koziol und Florian Thomas in Kauf genommen werden. Außerdem fehlten auch die formstarken Youngster Yannik Burghart und Markus Schweiger, die in den Kader der Deutschen U20 Nationalmannschaft berufen wurden. So ging es also mit nur drei Angriffsreihen und Stefan Vajs als Starting Goalie in die Partie.

Das Spiel begann mit einem Traumstart für Rotgelb, weil Tyler Spurgeon in der ersten Minute aus spitzem Winkel abzog, da ihm der Selber Keeper Leon Doubrawa zu viel Platz anbot. Den nutzte Kaufbeurens Kapitän zum 1:0. Die folgenden vier Minuten durften die Joker mit einem Mann mehr bestreiten, weil die Wölfe erst wegen Spielens mit 6 Feldspielern und dann wegen Beinstellens von Lukas Slavetinsky auf die Strafbank mussten. John Lammers und Sami Blomqvist hatten dabei die besten Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber jeweils knapp.

Eishockey: ESVK trifft sechs Mal im ersten Drittel gegen Selb

Die Gäste waren gerade wieder vollzählig, da fingen sie sich den zweiten Treffer ein. Branden Gracel brachte die Scheibe in der siebten Minute scharf vors Selber Tor, Joey Lewis hielt schlau den Schläger rein und netzte ein. Dann musste auch Stefan Vajs bei einem Schuss von Nick Miglio, das erste Mal ernsthafter eingreifen und hatte die Fanghand blitzschnell oben. Im Anschluss wurden die Gäste aber regelrecht auseinandergenommen.

Erst konnte Markus Lillich einen Fast Break über Branden Gracel in der neunten Minute zum 3:0 verwandeln, dann kam eine Minute später John Lammers mit viel Schwung und einem Rückhandschuss ins Angriffsdrittel und es stand 4:0 für die Joker. Selb versuchte sich irgendwie in das Spiel zu beißen, bekam aber in der 16. Minute den nächsten Dämpfer. Sören Sturm zog auf Höhe der Bande auf das Wölfe Gehäuse und Leon Doubrawa rechnete in diesem Moment wohl nicht mit einem Schuss auf sein Tor. So stand es auch schon 5:0 für den ESVK. In den letzten Minuten des ersten Drittels gab es dann weiter rotgelbe Spiellaune zu sehen und kurz vor der Sirene haute dann noch Fabian Voit das Hartgummi zum 6:0 Pausenstand unter den Querbalken.

Selb holt im zweiten Drittel zum Gegenschlag gegen den ESVK aus

Die Wölfe kamen motiviert aus der Kabine und konnten sich auch erstmals über einen längeren Zeitraum im Angriff festsetzen, was sich in der 22. Minute auszahlte. Nick Walters brachte die Scheibe schön in den Slot, wo sie bereits von Lukas Klughardt erwartet und hinter die Torlinie zum 6:1 Anschlusstreffer gedrückt wurde. Die aufkommende Hoffnung bei den Gästen wurde aber bereits in der folgenden Spielminute im Keim erstickt. John Lammers lauerte Vorne auf den langen Pass von Jan Pavlu, stürmte auf Leon Doubrawa zu, legte im letzten Moment nochmal nach Hinten ab zum mitgelaufenen Tyler Spurgeon und der machte das 7:1.

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Auch der 16-jährige Paul Mayer bekam immer wieder Eiszeit von Tray Tuomie und konnte diese auch mit einer erneut ansprechenden Leistung nutzen. Die Joker waren weiterhin drückend überlegen, bis plötzlich der turmhohe Lukas Vantuch vor Vajs auftauchte, den Puck aber am Gehäuse vorbeizimmerte. Der nächste Treffer viel erneut auf der anderen Seite. Tyler Spurgeon passte das Spielgerät hinter dem Tor stehend auf Philipp Krauß, der legt direkt quer auf John Lammers und dieser erhöht auf 8:1 in der 32. Minute.

Kaufbeurer Joker in zweitem Drittel in Unterzahl

Die Motivation hatten die Gäste aber trotzdem nicht verloren und bemühten sich weiterhin in die Offensive zu kommen, was den Jokern wiederum Platz zum Kontern gab. Diesen Platz nutzte dann Philipp Krauß in der Minute 35, nachdem er sich dich Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte und dynamisch in Richtung Doubrawa treiben konnte. Am Ende der Aktion hatte er dann auch noch das Auge für den anfliegenden John Lammers, der das Spielgerät humorlos zum 9:1 und zum Hattrick in die Maschen jagte. Die letzten beiden Minuten des Mitteldrittels mussten die Joker dann in Unterzahl bewältigen, schwierig für Stefan Vajs der bisher einen eher ruhigen Abend verleben durfte, er blieb aber zu jeder Zeit Herr der Lage und brachte die mehr als deutliche 9:1 Führung in die zweite Pause. (Lesen Sie auch: ESVK-Torwart Vajs sammelt Geschenke für kranke Kinder)

Nach knapp drei gespielten Minuten im Schlussdrittel lagen die Nerven der Gäste langsam blank und Lukas Slavetinsky musste wegen unsportlichem Verhalten auf die Strafbank. Im Powerplay hatte Branden Gracel, nach starker Vorarbeit von Sami Blomqvist, eine Riesenchance, ließ diese aber gegen Doubrawa liegen. In der 46. Minute musste Stefan Vajs erst einen scharfen Schuss von Mauriz Silbermann abwehren, ehe die Buron Joker kurz darauf auf 10:1 erhöhten, weil Markus Lillich, Sami Blomqvist und Branden Gracel ungestört so lange aufs Tor schießen durften, bis Branden Gracel hineintraf.

Selb spielt gegen ESVK weiter im Angriff - Endstand 12:3

In der 51. Minute vergab Markus Lillich erst eine Großchance, bekam direkt danach aber die Nächste und donnerte seine Direktabnahme zum 11:1 in den Winkel. Die Selber kämpften weiter und spielten auf Angriff. In Minute 53 trafen sie dann auch in Person von Pascal Aquin zum 11:2 durch einen satten Handgelenksschuss. Und noch zwei weitere Treffer gab es an diesem Abend. Erst machte auch Markus Lillich seinen Hattrick perfekt und ließ das Netz mit einem harten One Timer nach einem Blomqvist Zuspiel zappeln, dann durfte sich kurz vor der Sirene noch Lars Reuß auf Seiten der Wölfe in die Torschützenliste eintragen. Mit einem 12:3 Kantersieg, ging damit das Nachholspiel an den überzeugenden ESV Kaufbeuren.

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