Fußball und Corona

Sportmediziner Nieß: Experten sollen DFL-Hygienekonzept kontrollieren

Ein zurzeit gewohnter Anblick: Bundesliga ohne Zuschauer. Das Hygienekonzept der Bundesliga wird kritisiert. Allein beim TSG 1899 Hoffenheim gab es neun positiv getestete Corona-Fälle seit Oktober.

Ein zurzeit gewohnter Anblick: Bundesliga ohne Zuschauer. Das Hygienekonzept der Bundesliga wird kritisiert. Allein beim TSG 1899 Hoffenheim gab es neun positiv getestete Corona-Fälle seit Oktober.

Bild: Torsten Silz, dpa

Ein zurzeit gewohnter Anblick: Bundesliga ohne Zuschauer. Das Hygienekonzept der Bundesliga wird kritisiert. Allein beim TSG 1899 Hoffenheim gab es neun positiv getestete Corona-Fälle seit Oktober.

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Ist das Hygienekonzept der deutschen Fußball Liga wirklich ausreichend? Angesichts der wachsenden Corona-Fälle stößt es auf Kritik.
Ein zurzeit gewohnter Anblick: Bundesliga ohne Zuschauer. Das Hygienekonzept der Bundesliga wird kritisiert. Allein beim TSG 1899 Hoffenheim gab es neun positiv getestete Corona-Fälle seit Oktober.
dpa
01.12.2020 | Stand: 14:48 Uhr

Angesichts der wachsenden Zahl an Corona-Fällen in der Bundesliga fordert der Sportmediziner Andreas Nieß, dass externe Experten das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga durchführen und kontrollieren sollen. "Das Umsetzen eines Konzepts ist das eine, aber es ergeben sich in der Gemengelage Spitzensport und Pandemie doch auch etwas kniffligere Fragen, die es zeitnah und korrekt zu lösen gilt", sagte der Professor am Universitätsklinikum Tübingen dem ARD-Portal "sportschau.de" (Dienstag).

In der laufenden Spielzeit gab es mehr als 30 Corona-Fälle in Liga eins. Allein die TSG 1899 Hoffenheim meldete seit Oktober neun positiv getestete Spieler.

Hygienebeauftragte sollten ärztliche Aufgaben haben

Entscheidend sei für Nieß, ob die als Hygienebeauftragte bei einem Verein eingesetzte Person noch weitere ärztliche Aufgaben im Team des jeweiligen Clubs innehätten. Diese Funktionen seien zu trennen, um etwaige Interessenkonflikte von vornherein zu vermeiden.

"Da einen Experten im Boot zu haben, ist doch für die Vereine nur von Vorteil", sagte er. "Auch um unnützen Aktionismus zu vermeiden und andererseits die Situation in der sich dynamisch ändernden Pandemielage auch prospektiv richtig einschätzen zu lassen."

Auf eine Umfrage von "sportschau.de" bei allen 18 Erstligisten, ob die Umsetzung des DFL-Hygienekonzepts in den Clubs von vereinseigenen Medizinern oder externen Hygienebeauftragten begleitet werde, antworteten elf Vereine. Von denen betonten die überwiegende Zahl die Wirksamkeit des Hygienekonzepts. Zugleich wiesen verschiedene Vereine auf externe Hygienebeauftragte hin.

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