Winterwetter zurück in Bayern

Glatteis und Frost zum Wochenstart in Bayern

In der Region müssen sich auch die Allgäuer zum Wochenstart auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen.

In der Region müssen sich auch die Allgäuer zum Wochenstart auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen.

Bild: Jens Büttner, dpa

In der Region müssen sich auch die Allgäuer zum Wochenstart auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen.

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In der Region müssen sich auch die Allgäuer zum Wochenstart auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen. In den nächsten Tagen soll es wärmer werden.
16.02.2021 | Stand: 08:42 Uhr

Dutzende festhängende Sattelzüge, eine Befreiungsaktion aus einer Schwebebahn und massive Behinderungen im Bahnverkehr: Der erwartete heftige Schneesturm hat besonders in Teilen Deutschlands mitunter für Verkehrschaos gesorgt. Es fielen mancherorts mehr als 30 Zentimeter Schnee, dazu kamen meterhohe Verwehungen. Polizei und Feuerwehr fuhren zahllose Einsätze. Bei der Bahn gab es in Regional- und Fernverkehr große Einschränkungen. Auch Fußballspiele wurden abgesagt. Und nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war es das noch nicht. Wir berichten aktuell:

Dienstag, 16. Februar, 8.30 Uhr: Eisregen, Schnee und glatte Straßen sorgen vor allem im Norden für Probleme

Der Deutsche Wetterdienst warnte gebietsweise vor Glatteis auf den Straßen in der Nacht von Montag auf Dienstag bis zum Dienstagvormittag. Das sorgt vor allem im Norden für Probleme, berichtet die Deutsche Presse Agentur. Auf den Straßen im Allgäu ist Lage ruhig, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Nach einem kurzen Blick in die Unfallstatistik bezeichnet er die Situation auf den Straßen als "komplett unauffällig".

Montag, 15. Februar, 22 Uhr: Nach der Kälte wird's jetzt glatt

Eisregen und kühle Temperaturen sorgten am Abend, in der Nacht und bis zum Dienstagvormittag für spiegelglatte Straßen im gesamten Allgäu. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Glätte. Wozu die Experten raten, erfahren Sie hier.

Montag, 15. Februar, 8.40 Uhr: Kälterekord mit minus 28,8 Grad im Osten

Im Erzgebirge ist die bundesweit niedrigste Temperatur im bisherigen Winter gemessen worden. In Kühnhaide, einem Ortsteil der Stadt Marienberg nahe der Grenze zu Tschechien, wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) um 5.00 Uhr am Montagmorgen ein Tiefstwert von minus 28,8 Grad gemessen. Damit stellt Kühnhaide für den bisherigen Winter einen bundesweiten Kälterekord auf.

Montag, 15. Februar, 7.25 Uhr: Glatteis und Frost zum Wochenstart in Bayern

In Bayern müssen sich die Menschen auf Glatteis, Schnee und Frost einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes schneit es am Nachmittag und am Abend, von Unterfranken bis nach Schwaben geht der Schnee in Regen über. Zudem warnt der Wetterdienst vor Glatteis. Die Höchstwerte liegen bei minus 2 bis 5 Grad, die Tiefstwerte bei minus 10 bis minus 15 Grad.

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Autos und Lastwagen hatten sich auf der A2 im Raum Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) in den vergangenen Nächten zum Teil extrem gestaut.
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Lkw fahren sich reihenweise im Schnee fest: "Lage ist katastrophal"

Am Dienstag erwarten die Meteorologen in der Oberpfalz und in Oberbayern Regen. Am Nachmittag bleibt es trocken. Die Höchstwerte liegen bei 2 Grad an den östlichen Mittelgebirgen und 11 Grad im Alpenvorland.

Mittwoch, 10. Februar, 12.30 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor strengem Frost im Allgäu

Der deutsche Wetterdienst warnt für weite Teile des Allgäus vor strengem Frost. Konkret davon betroffen seien von Mittwoch (18 Uhr) bis Donnerstag (12 Uhr): Die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu sowie die kreisfreien Städte Memmingen und Kaufbeuren.

Mittwoch, 10. Februar, 11.30 Uhr: Junge bricht im Eis ein - Anwohner retten ihn mit Leiter

In einer couragierten Aktion haben zwei Anwohner einen zehnjährigen Jungen mithilfe einer Leiter aus einen eingebrochenen Teich gerettet. Das Kind war in dem zugefrorenen Ententeich in Bergkamen in Nordrhein-Westfalen bis zur Brust ins Eiswasser eingestürzt, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Der Anwohner eilte mit einer Leiter herbei. Besonders heikel: Der Junge befand sich recht weit - fünf Meter - vom Ufer entfernt. Der Retter legte die Leiter auf die Eisfläche, näherte sich vorsichtig mit Unterstützung einer weiteren Helferin und zog das Kind aus dem Wasser. Der Zehnjährige kam am Dienstag nur leicht unterkühlt in eine Klinik.

Mittwoch, 10. Februar, 8 Uhr: Mann leblos neben Traktor im Schnee gefunden

In Sachsen-Anhalt ist ein 69-Jähriger leblos im Schnee neben seinem Traktor gefunden worden. Die Polizei vermutet, dass der Mann erfroren ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 10. Februar, 7 Uhr: Bevölkerungsschützer warnen vor zugefrorenen Seen und Dachlawinen

Das eisige Winterwetter kann nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für Bürger auf vielerlei Weise zur Gefahr werden. "Zugefrorene Seen oder andere gefrorene Gewässer sind beispielsweise sehr gefährlich", warnten die Bevölkerungsschützer. Es schaue zwar so aus, als könne man einfach über die Eisfläche laufen. "Doch oft kann man nicht sehen, wie dick das Eis ist und es besteht die Gefahr, dass man einbricht und ertrinkt. Erst ab einer Eisschicht von 15 cm sollte man die Eisflächen betreten", erklärte das BBK. Die Gemeinde, in der man wohne, gebe die entsprechende Fläche frei.

Gefährlich sei auch Schnee auf Dächern. "Dachlawinen und die unsachgemäße Räumung eines Daches können Menschen in Lebensgefahr bringen. Extreme, lang anhaltende Schneefälle können auch die Standsicherheit eines Daches gefährden", erklärten das Amt. Mit bloßem Auge sei nur schwer zu erkennen, wie bedrohlich die Situation sei. Oft sei nämlich nicht die Dicke der Schneeschicht auf dem Dach entscheidend, sondern die darunter liegende Zusammensetzung.

Dienstag, 9. Februar, 7.15 Uhr: Lastwagen blockiert stundenlang schneeglatte A72 in Bayern

Ein Lastwagen hat in der Nacht vier Stunden lang die Autobahn 72 in Bayern blockiert. Der Sattelzug sei am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland beim Abbiegen von der A9 auf schneeglatter Straße ins Rutschen geraten, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Er riss 30 Meter der Leitplanke nieder und stellte sich quer über die gesamte Fahrbahn bei Selbitz (Landkreis Hof). Der 57-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall in der Nacht auf Dienstag leicht verletzt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für den Morgen verbreitet Glätte. Von größerem Schneechaos blieb Bayern den Einsatzzentralen der Polizei zufolge weitestgehend verschont.

Montag, 8. Februar, 12.50 Uhr: Auto stößt auf A7 gegen die Mittelschutzplanke - Der Fahrer war trotz Ausgangssperre noch unterwegs

Auf der A7 kam ein 26-Jähriger mit seinem Wagen bei Bad Grönenbach ins Rutschen. Laut Polizei überholte er mit zu hoher Geschwindigkeit einen vorausfahrenden Lkw in Richtung Füssen. Dabei kam er auf der schneenassen Straße ins Rutschen und stieß gegen die Mittelschutzplanke. Erst bei Kempten verständigte der Fahrer die Polizei und einen Abschleppdienst.

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Schnee und Eis: Wintereinbruch in Teilen Deutschlands

Da der Fahrer um 0.30 Uhr und damit weit nach der Ausgangsperre um 21 Uhr unterwegs war, muss er sich nicht nur wegen der Verkehrsordnungswidrigkeit, sondern auch wegen Verstoßes gegen die Corona-Regelungen verantworten. Außerdem entstand ein Sachschaden von rund 6.200 Euro.

Montag, 8. Februar, 12.45 Uhr: Unfall auf schneebedeckter Fahrbahn zwischen Obergünzburg und Börwang

Auf der sogenannten Börwanger Wiege kam ein Auto am Sonntagnachmittag ins Schleudern und letztlich von der Fahrbahn ab. Als Grund dafür gab die Polizei eine zu hohe Geschwindigkeit bei schneebedeckter Fahrbahn an. Der Rettungsdienst brachte die Fahrerin des Wagens mit leichten Verletzungen ins Krankhaus. Der Sachschaden beträgt ungefähr 2.000 Euro. Außerdem muss die Fahrerin mit einer Bußgeldanzeige rechnen.

Montag, 8. Februar, 12.45 Uhr: Auto prallt bei Diepolz gegen Baum

Ein Auto kam aufgrund von Schnee und Glätte von der Straße kurz nach Diepolz ab. Der Wagen prallte am Sonntagabend laut Polizei zuerst gegen einen Weidezaun und dann gegen einen Baum. Die Fahrerin wurde nicht verletzt, es entstand ein Sachschaden von rund 9.000 Euro.

Montag, 8. Februar, 12.20 Uhr: Bayern steht eine frostige und schneereiche Woche bevor

Nach einem schneereichen Wochenstart vor allem in Franken soll es in den kommenden Tagen nahezu überall in Bayern frostig kalt und winterlich weiß werden. Peu à peu verziehen sich zum Wochenende die grauen Schneewolken, "dann wird sich auch öfter die Sonne zeigen", prognostizierte am Montag ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). "Die hochwinterliche Phase wird bayernweit anhalten." Bis zu minus 16 Grad nachts sind mancherorts am Ende der Woche möglich.

Schneien soll es in den nächsten Tagen fast bayernweit, am Alpenrand sind bis zu 15 Zentimeter möglich. Dazu soll es knackig kalt werden - Dauerfrost tagsüber und nachts weit unter minus 10 Grad. "An der frostigen Periode wird sich zunächst nichts ändern", sagte der DWD-Meteorologe.

"Die Lawinengefahr ist im bayerischen Alpenraum verbreitet als mäßig einzustufen", hieß es beim Lawinenwarndienst am Montag.

Montag, 8. Februar, 12.15 Uhr: 700 Helfer sind für das Technische Hilfswerk im Einsatz gegen den Schnee

Das Technische Hilfswerk (THW) ist nach dem heftigen Wintereinbruch bundesweit vielerorts im Einsatz. Aufgrund von Schneefall, Schneeglätte, Eisregen und Blitzeis waren in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 685 Helfer aus 64 Ortsverbänden im Einsatz, wie eine Sprecherin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk am Montagvormittag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Teilweise dauerten die Einsätze noch an. Die Aufgaben seien vielfältig und reichten vom Freiräumen von Straßen über das Enteisen von Gleisen, der Bergung von Lkw und dem Freiräumen von Gebäudedächern bis hin zum Transport von Lebensmitteln für Klinken. Die meisten der THW-Einsätze seien bereits beendet. Aktuell sei noch mit weiteren Einsätzen insbesondere in den Bundesländern Sachsen und Thüringen sowie Bayern aufgrund von Neuschnee und Glätte zu rechnen.

Montag, 8. Februar, 10.10 Uhr: Schneechaos am Montagmorgen im Norden Deutschlands

Stau auf den Straßen, stehengebliebene Lkw blockieren die Autobahnen und vereiste Züge bleiben in den Bahnhöfen. Schnee und Unwetter legen vor allem den Verkehr im Norden Deutschlands lahm. Nur wenige Menschen sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am Montagmorgen unterwegs.

Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien in Wuppertal mit einer Drehleiter Fahrgäste aus einem Wagen der Schwebebahn, die wegen des eisigen Wetters stehen geblieben ist. Alle Fahrgäste blieben unverletzt.
Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien in Wuppertal mit einer Drehleiter Fahrgäste aus einem Wagen der Schwebebahn, die wegen des eisigen Wetters stehen geblieben ist. Alle Fahrgäste blieben unverletzt.
Bild: Christoph Petersen

Montag, 8. Februar, 9 Uhr: Weniger Schnee und Regen am Vormittag in Bayern

Heute Vormittag deutlich nachlassende Niederschläge. Im Norden stark bewölkt, im Süden zeitweise Auflockerungen, im Alpenvorland etwas Sonne. Die Temperaturen liegen im Allgäu zwischen minus sieben und fünf Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Frost.

Montag, 8. Februar, 7.40 Uhr: 25 Zentimeter Neuschnee in Nordbayern

Auch in Bayern ist der Winter zurück. In vielen Regionen meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) fünf bis 15 Zentimetern Neuschnee. Gebietsweise gab es bis zu 25 Zentimeter innerhalb von zwölf Stunden. Ab Montagnachmittag soll es vom Westen her erneut leicht schneien. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 8. Februar, 7.30 Uhr: Liegengebliebene Lkw blockieren Autobahnen bei Schnee und Unwetter

Schnee und Eis haben den Straßenverkehr in vielen Regionen Deutschlands schwer getroffen. Es kam zu zahlreichen Unfällen und teils kilometerlangen Staus. Wie bereits vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erwartet, waren vor allem auch die Autobahnen in der Nacht auf den Montag betroffen. So blockierten zum Beispiel wegen des Schnees steckengebliebene Lastwagen im Norden und Osten Hessens die A4 und die A7. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 8. Februar, 07.20 Uhr: Unwetter, Schnee und Glätte halten weiter an

Auch am Montagmorgen halten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) starker Schneefall und Unwetter in vielen Regionen in Deutschland weiter an. Betroffen sind unter anderem Nord- und Osthessen, Thüringen, Westsachsen, Nordbayern und im Süden von Sachsen-Anhalt.

In den mittleren Landesteilen verbreitet leichter bis mäßiger Schneefall, teils Schneeverwehungen. Im Norden Windböen, an der Küste Sturmböen. Verbreitet leichter bis mäßiger Frost, im Osten, Norden und Teilen der Mitte auch strenger Frost. Gebietsweise Glätte im Norden und Süden.

Sonntag, 7. Februar, 21.10 Uhr: Lkw-Fahrverbot in Westfalen und Niedersachsen ausgeweitet

Das unwetterbedingte Lastwagen-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen und im südlichen Niedersachsen wird bis Montagmittag um 12.00 Uhr ausgeweitet. Grund sei der anhaltende Schneefall, teilte die Autobahn Westfalen am Sonntagabend mit. Zudem seien einige Autobahnen so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen.

Das Fahrverbot war in der Nacht von Samstag auf Sonntag zunächst in den Regierungsbezirken Detmold und Münster, später auch im Regierungsbezirk Arnsberg angeordnet worden. Die Winterdienstzentrale der Autobahn Westfalen in Hamm rechnet nach eigenen Angaben nicht vor Montagmittag mit einer wesentlichen Wetterberuhigung.

Sonntag, 7.Februar, 16.55 Uhr: Extrem-Wetter in Deutschland: Woher kommt der ganze Schnee?

Heftige Schneestürme, Eisregen und klirrende Kälte: Eine Ursache für den ungewöhnlich starken Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands ist unter anderem der hohe Luftdruck, der vom Nordmeer bis ins östliche Mitteleuropa herrscht. Dadurch fließt extrem kalte Luft aus der Polarregion direkt in den Norden Deutschlands.

DWD-Sprecher Andreas Friedrich verwies am Sonntag auf den sogenannten Polarwirbel-Split. Normalerweise bewegt sich dieser Luftwirbel kreisförmig direkt über der Region des Nordpols - daher auch der Name. Der Wirbel verstärkt sich regelmäßig im Winter, wenn kein Sonnenlicht die Atmosphäre dort erwärmen kann und diese sich zunehmend abkühlt, was zu einem Druckabfall in der Höhe führt.

Kommt es zu einem "Ausbruch", teilt sich der Wirbel und kann sich verlagern. "So einen Ausbruch gibt es immer wieder mal - aber diesmal erwischt es uns voll", sagte Friedrich. So gelinge es den kalten arktischen Luftmassen, weit in den Süden vorzustoßen, so dass auch Norddeutschland betroffen ist.

Sonntag, 7.Februar, 16.50 Uhr: Wetter in Bayern einheitlicher als erwartet - Kältewelle kommt

Bis zu 32 Zentimeter Neuschnee und starke Windböen im Norden Deutschlands, dagegen zweistellige Temperaturen im Süden Bayerns - das Wetter hat sich am Wochenende von seiner verrückten Seite gezeigt. In der neuen Woche müssen sich aber auch die Menschen im Freistaat warm anziehen, denn es soll wieder deutlich kälter werden und in einigen Regionen reichlich Schnee geben.

Tief "Tristan" über Mitteleuropa und Hoch "Gisela" über Skandinavien hätten für einen echten Wettermix am Wochenende gesorgt, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit. Für Bayern hatten die Experten Schneefälle im Norden und Sonne im Süden erwartet. Letztlich sei das Wetter dann aber im ganzen Freistaat relativ ähnlich ausgefallen.

Fast überall sei es stark bewölkt gewesen bei Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad. Ausnahmen gab es demnach nur ganz im Norden Bayerns, wo auch Schnee fiel, sowie ganz im Süden, wo am Alpenrand zweistellige Temperaturen gemessen wurden.

Ein Wetterphänomen sorgte am Samstagnachmittag in Teilen Bayerns für einen gelb-rötlichen Himmel. Grund war das Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa, wie ein Sprecher des DWD erläuterte. Die entstandenen Winde hätten Sahara-Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland transportiert. "Wenn man in München rausschaut zum Beispiel, sieht es leicht gelb-rötlich aus", erklärte der Experte.

Laut DWD rollt in der neuen Woche eine Kältewelle auf Deutschland zu. In Teilen Bayerns soll es in der Nacht zu Montag zudem heftige Schneefälle geben.

Der DWD warnte vor gebietsweise bis zu 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von zwölf Stunden vor allem in Nordbayern. Verbreitet seien ansonsten 10 bis 15 Zentimeter Schnee möglich.

Südlich der Donau rechnet der DWD mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee, in höheren Lagen und in den Alpen oberhalb von 800 Metern lokal mit bis zu 10 Zentimetern.

Im Laufe des Montags sollen die Schneefälle dann nachlassen. In Oberfranken seien zum Wochenbeginn bis zu minus 9 Grad möglich.

Stadt und Landkreis Schweinfurt reagierten auf die Wetterprognose: Dort fällt witterungsbedingt am Montag die Schule aus, wie auf dem Meldeportal des Bayerischen Kultusministeriums am Sonntag zu lesen war.

Sonntag, 7. Februar, 15.15 Uhr: Flockdown - Der Schnee in sozialen Netzwerken

Der Wintereinbruch hat sich am Wochenende auch im Netz widergespiegelt: Bei Twitter lagen am Sonntag "Eisregen", "Schnee" und "Flockdown" im Trend. Nutzer teilten Impressionen von vereisten Autos, von verschneiten Fahrrädern oder aus dem Garten. Der Wetterdienst Kachelmannwetter hatte das Interesse am Mittwoch geahnt und einige Schlagwörter ins Spiel gebracht: "Man darf gespannt sein, welcher Hashtag sich fürs Wochenende durchsetzen wird." Unter den Vorschlägen waren neben "Flockdown", einer Wortschöpfung aus "Flocke" und "Lockdown", auch "Snowmageddon", "Weissehoelle" und "7879reloaded", letzteres eine Erinnerung an die Schneekatastrophe vor 42 Jahren.

Sonntag, 7. Februar, 13.55 Uhr: NRW besonders betroffen

Der heftige Wintereinbruch brachte die Räumdienste unter anderem in Nordrhein-Westfalen an ihre Grenzen. Die Polizei musste spiegelglatte Autobahnen sperren, es gab Hunderte Unfälle, bei der Bahn fielen Züge wegen vereister Oberleitungen aus. Busse standen vielerorts still. Autos blieben in tiefen Schneewehen stecken.

Der Lastwagenverkehr kam in Osthessen schon in der Nacht zum Sonntag zeitweise zum Erliegen. Mehr als 55 Sattelzüge konnten dort aufgrund der glatten Fahrbahn und ihres Gewichts die Steigungen nicht überwinden.

Sonntag, 7. Februar, 12.50 Uhr: Bundesliga-Spiel Bielefeld gegen Bremen wegen Schneefalls abgesagt

Das Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga am Sonntagabend ist wegen des massiven Wintereinbruchs abgesagt worden. Der verschneite Platz in der Arena sei nicht bespielbar, teilte die Deutsche Fußball Liga mit.

Sonntag, 7.Februar, 12 Uhr: Sechs Menschen aus Schwebebahn in Wuppertal befreit

Einsatzkräfte haben sechs Menschen aus einer Schwebebahn in Wuppertal befreit. Die Bahn konnte durch wegen des eisigen Wetters nicht mehr fahren und sei stehen geblieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag. Die Fahrgäste wurden mit Drehleitern aus luftiger Höhe befreit. Alle seien unverletzt. Wann die Bahn wieder fahren würde, konnte der Sprecher nicht sagen.

Bis zu 30 Zentimeter in Norddeutschland in der Nacht: Der starke Schneefall schränkt den Verkehr im Norden ein. Unser Foto zeigt Hannover.
Bis zu 30 Zentimeter in Norddeutschland in der Nacht: Der starke Schneefall schränkt den Verkehr im Norden ein. Unser Foto zeigt Hannover.
Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa

Sonntag, 7. Februar, 11.15 Uhr: Meterhohe Verwehungen - "Der Schneesturm ist noch nicht vorbei"

Bis zu 32 Zentimeter Neuschnee, Windböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und meterhohe Verwehungen: Der erwartete Schneesturm hat vor allem die Mitte Deutschlands getroffen - und er ist noch nicht ausgestanden. "Hotspots sind der Niederrhein, das Münsterland, Ostwestfalen, das nördliche Thüringen, das südöstliche Niedersachsen und das südliche Sachsen-Anhalt", sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntagmorgen.

"Der Schneesturm ist noch nicht vorbei." Mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee, lokal auch bis zu 20 Zentimetern müsse im Laufe des Sonntags noch gerechnet werden. Der Wind halte auch weiterhin an mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. "Das ist auf keinen Fall durchgestanden. Damit müssen wir bis heute Abend warten."

Der Norden von Nordrhein-Westfalen, das südliche Niedersachsen, das nördliche Thüringen und Sachsen-Anhalt seien in den nächsten Stunden besonders betroffen. In der Nacht werde es im Norden Bayerns, im Süden Thüringens und in Südwest-Sachsen schneien. Die Meteorologen rechnen mit 10 bis 25 Zentimetern Neuschnee in zwölf Stunden. "Aber ohne dicke Winde."

Sonntag, 7. Februar, 10.45 Uhr: Fernverkehr der Bahn teilweise auf Eis

Wegen heftiger Schneefälle kommt es am Sonntag im Fernverkehr der Bahn zu größeren Einschränkungen. Züge verkehrten derzeit nicht zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Hamburg und Hannover - zwischen Hamburg und Berlin komme es zu Einschränkungen, teilte die Deutsche Bahn am Morgen auf ihrer Internetseite mit. Ebenfalls nicht vom Fernverkehr angefahren werde die Region Leipzig/Halle. "Besonders starker Wind und Schneeverwehungen machen den Einsatzkräften zu schaffen."

In NRW und Niedersachsen war bereits zuvor von Problemen im Regionalverkehr berichtet worden. "In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ist der Zugverkehr durch starken Schneefall beeinträchtigt" hieß es nun weiter. Die Situation an den Bahnhöfen sei aber ruhig. Die meisten Menschen hätten sich an die Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehalten und seien zuhause geblieben.

Sonntag, 7.Februar, 8 Uhr: Wintereinbruch schränkt Verkehr ein, viele Unfälle

Der Wintereinbruch am Sonntagmorgen ist aber zunächst hinter den Befürchtungen der Rettungsdienste und Meteorologen zurückgeblieben. Die Meteorolgen geben allerdings noch keine Entwarnung: Bis in die Nacht zum Montag rechnen sie mit Schneechaos. In einem Streifen vom Münsterland bis nach Sachsen-Anhalt meldete der DWD am Sonntagmorgen starke Schneeverwehungen sowie Schneefälle und Schneeverwehungen von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen. Der DWD warnte für die Nacht auf Sonntag bis Montag vor Schnee mit starken bis extremen Schneeverwehungen über der Mitte Deutschlands.

Besonders NRW und Niedersachsen betroffen

Der Wintereinbruch in Teilen Deutschlands hat bei der Bahn in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu Problemen im Regionalverkehr geführt. In NRW ist vor allem das Ruhrgebiet betroffen. Dort seien an mehreren Stellen Oberleitungen beschädigt worden, sagte eine Bahn-Sprecherin im Sonntagmorgen. Das betreffe etwa die wichtige Strecke zwischen Duisburg und Essen. Auch die Regionalbahnen zwischen Münster und Recklinghausen und die S-Bahnen zwischen Dortmund und Hagen konnten wegen einer Oberleitungsstörung nicht mehr fahren oder mussten umgeleitet werden.

Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee in der Nacht

Die private Eurobahn meldete wegen des Wintereinbruchs ebenfalls mehrere Zugausfälle vor allem rund um Münster, Bielefeld und Paderborn.

Wegen des heftigen Wintereinbruchs hat die Stadt Münster ihren Busverkehr am Sonntagmorgen komplett eingestellt. "Schnee und glatte Straßen machen eine sichere Fahrt unmöglich", teilten die Stadtwerke am Sonntagmorgen mit. Die Entscheidung gelte "bis auf Weiteres" - man werde die Wetterlage genau beobachten. In Münster waren in der Nacht zum Sonntag innerhalb kurzer Zeit 20 bis 30 Zentimeter Schnee gefallen.

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Mehr als 200 Unfälle in NRW

Dichter Schneefall und Glätte haben am Wochenende den Verkehr in Nordrhein-Westfalen teilweise lahmgelegt. Seit Samstagnachmittag sei es zu bislang 222 Unfällen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro.

Wintereinbruch legt Zugverkehr lahm

Auch im niedersächsischen Regionalverkehr fallen Aufgrund von Schnee und Kälte am Sonntagvormittag viele Züge aus. So soll unter anderem der gesamte S-Bahn-Verkehr in Hannover bis etwa 10.00 Uhr stillstehen, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch der Verkehr im Harz-Weser-Netz falle voraussichtlich am Vormittag aus. Betroffen seien unter anderem Züge mit Halt in Braunschweig, Göttingen, Nordhausen, Bad Harzburg oder Salzgitter-Lebenstedt.

Bereits in der Nacht hatte es mehrere Zugausfälle bei der Deutschen Bahn gegeben. Betroffen waren Verbindungen von und nach Hameln, Hildesheim, Nienburg und Celle. Schon im Vorfeld hatte die Deutsche Bahn witterungsbedingt mehrere Fernverbindungen im Norden Deutschlands abgesagt, unter anderem auch die Intercitys von Bremen nach Norddeich Mole.

Auch bei der NordWestBahn fielen am Sonntagmorgen wetterbedingt die Verbindungen zwischen Osnabrück und Wilhelmshaven aus. Aufgrund von eingefrorenen Weichen kann die Metronom-Strecke zwischen Hannover und Göttingen am Sonntagmorgen nicht befahren werden. Beim Bahnunternehmen Erixx fällt zunächst die Verbindung zwischen Bad Harzburg und Hannover über Goslar aus.

Saharastaub sorgt für gelb-rötlichen Himmel im Süden Deutschlands

Ganz anders zeigte sich das Wetter hingegen im Süden, wo es am Samstag recht mild war. Der Grund: Während über der Mitte Deutschlands Kaltluft arktischen Ursprungs liegt, lenken Tiefdruckgebiete über Westeuropa laut DWD sehr milde Luft nach Bayern und Baden-Württemberg.

Ein DWD-Sprecher verwies dabei auf den sogenannten Polarwirbel-Split. Normalerweise bewegt sich dieser Luftwirbel kreisförmig direkt über der Region des Nordpols - daher auch der Name. Der Wirbel verstärkt sich regelmäßig im Winter, wenn kein Sonnenlicht die Atmosphäre dort erwärmen kann und diese sich zunehmend abkühlt, was zu einem Druckabfall in der Höhe führt. Kommt es zu einem "Ausbruch", teilt sich der Wirbel und kann sich verlagern. "So einen Ausbruch gibt es immer wieder mal - aber diesmal erwischt es uns voll", sagte der Experte.

Ein weiteres Wetterphänomen ist zudem im Allgäu und in weiten Teilen Süddeutschlands am Samstag aufgetreten: Wegen Saharastaubs hat sich sich der Himmel gelb-rötlich verfärbt.

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Vor Kurzem gab es im Allgäu noch Schneemassen. Nun haben die Norddeutschen das Winterwetter. Wir haben elf Fotos aus dem winterlichen Deutschland - doch wo sind sie entstanden? Raten Sie hier mit!

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