Schreckschuss, Reizstoff- und Signalpistolen

Die Zahl der Kleinen Waffenscheine steigt weiter

Immer mehr Menschen in Deutschland haben den Kleinen Waffenschein. Mit ihm darf man zum Beispiel eine Schreckschusspistole führen.

Immer mehr Menschen in Deutschland haben den Kleinen Waffenschein. Mit ihm darf man zum Beispiel eine Schreckschusspistole führen.

Bild: Oliver Killig, picture alliance/dpa (Symbolbild)

Immer mehr Menschen in Deutschland haben den Kleinen Waffenschein. Mit ihm darf man zum Beispiel eine Schreckschusspistole führen.

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Wieder ist die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland gestiegen. Die Polizei warnt allerdings vor dieser Art von Selbstschutz.
Immer mehr Menschen in Deutschland haben den Kleinen Waffenschein. Mit ihm darf man zum Beispiel eine Schreckschusspistole führen.
dpa
17.01.2021 | Stand: 17:01 Uhr

Die Zahl Kleiner Waffenscheine ist in Deutschland im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Ende Dezember 2020 waren im Nationalen Waffenregister 705.506 solcher Berechtigungen vermerkt - das waren rund sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung vorab berichtete. Das Bundesinnenministerium bestätigte die Zahlen am Sonntag. Damit hält der seit Jahren andauernde Trend an. Allein von 2015 bis 2018 hatte sich die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland bereits mehr als verdoppelt.

Was bedeutet "Kleiner Waffenschein"?

Ein Kleiner Waffenschein wird ab 18 Jahren von der Polizei oder einer kommunalen Behörde erteilt und berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen. Diese Waffen verursachen, solange sie nicht aus äußerster Nähe abgefeuert werden, keine lebensgefährlichen Verletzungen. Bevor man den Kleinen Waffenschein bekommt, prüfen die Behörden die persönliche Eignung und Zuverlässigkeit - man darf zum Beispiel nicht vorbestraft sein.

Polizei sieht Gefahr, die vom Kleinen Waffenschein ausgeht

Die Polizei warnt allerdings vor dieser Art von Selbstschutz. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, sagte der Zeitung: "Es handelt sich nur um eine scheinbare Sicherheit. Wir halten solche sogenannten Anscheinswaffen eher für gefährlich."

Die größte Gefahr sei, dass Schreckschusswaffen äußerlich meist baugleich mit scharfen Schusswaffen seien, was die Arbeit der Polizei enorm erschwere. Zudem könnten auch Gas-, Schreckschuss- oder Signalwaffen schwere Verletzungen hervorrufen, wenn sie aus nächster Nähe auf einen Menschen gerichtet würden.

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