Bus überschlagen

Mindestens 46 Tote bei Busunglück in Bulgarien

Dieses Standbild aus einem von Nova TV zur Verfügung gestellten Video zeigt Rettungskräfte, die neben einem ausgebrannten Bus im Einsatz sind (bestmögliche Qualität). Bei einem Busunglück im Westen Bulgariens sind am frühen Dienstag Dutzende von Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden mitteilten.

Dieses Standbild aus einem von Nova TV zur Verfügung gestellten Video zeigt Rettungskräfte, die neben einem ausgebrannten Bus im Einsatz sind (bestmögliche Qualität). Bei einem Busunglück im Westen Bulgariens sind am frühen Dienstag Dutzende von Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden mitteilten.

Bild: Nova TV/AP, dpa

Dieses Standbild aus einem von Nova TV zur Verfügung gestellten Video zeigt Rettungskräfte, die neben einem ausgebrannten Bus im Einsatz sind (bestmögliche Qualität). Bei einem Busunglück im Westen Bulgariens sind am frühen Dienstag Dutzende von Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden mitteilten.

Bild: Nova TV/AP, dpa

Mitten in der Nacht überschlägt sich ein Bus auf der Autobahn in Bulgarien. Nur wenige Insassen schaffen es lebend aus dem brennenden Wrack.
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dpa
23.11.2021 | Stand: 11:44 Uhr

Aktualisiert am Dienstag um 11.40 Uhr: Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind in der Nacht zum Dienstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die amtliche Nachrichtenagentur BTA berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, es gebe 46 Tote, darunter mehrere Kinder. Einige Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden, keiner davon schwebe in Lebensgefahr. Insgesamt hätten sich etwa 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei. Der Bus habe ersten Erkenntnissen zufolge eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. Es habe so wenige Überlebende gegeben, weil der Bus in Brand geraten war, hieß es.

Der nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaew und der Außenminister des an Bulgarien grenzenden Balkanlandes, Bujar Osmani, reisten wenige Stunden nach dem Unglück nach Sofia. Sie besuchten die sieben Verletzten in der Notfallklinik Pirogow. "46 Passagiere sind ums Leben gekommen, 12 davon sind Kinder", sagte Zaew.

Bus überschlägt sich nahe Sofia und gerät in Brand

Der Unfall ereignete sich auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia. Laut BTA hatte der Bus kurz nach 2.00 Uhr morgens aus noch ungeklärten Gründen eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. Ersten Erkenntnissen zufolge gab es auch deshalb so wenige Überlebende, weil der Bus in Brand geriet. Ob er bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging, war zunächst unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

Bei den Reisenden handele es sich nach Angaben des bulgarischen Vize-Generalstaatsanwalt Borislaw Sarafow um Staatsbürger Nordmazedoniens. Unter den Opfern sei auch ein belgischer Staatsbürger, sagte der Interims-Leiter der nordmazedonischen Botschaft in Sofia, Wladimir Krastewski, dem bulgarischen Staatsradio.

Bulgariens Innenminister erschüttert über Busunglück

Der Bus war nach Angaben des Innenministeriums in Sofia in Skopje registriert, aus der Türkei nach Bulgarien gekommen und befand sich auf dem Weg nach Nordmazedonien. Der Streckenabschnitt, in dem das Unglück geschah, liegt in einer hügeligen Gegend und ist für häufige Unfälle bekannt, wie der Bürgermeister einer Nachbargemeinde im Staatsradio sagte.

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Bulgariens Interims-Regierungschef Stefan Janew begab sich umgehend zum Unglücksort und äußerte sich dort tief betroffen. "Es ist eine riesige Tragödie", sagte Janew, der den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aussprach. Der geschäftsführende Innenminister Boiko Raschow zeigte sich ebenfalls erschüttert und schilderte eine düstere Szenerie am Unfallort: "So etwas Schreckliches habe ich noch nie gesehen, das ist kaum zu ertragen. Die verbrannten Leichen liegen hier übereinander auf einem Haufen." Viele der Toten müssten noch identifiziert werden.