Kampf gegen Corona

Schweizer machen Bodenseeschiff zum schwimmenden Impfzentrum

Das Bodenseeschiff MS Thurgau soll zu einem "Impfschiff" umgebaut werden.

Das Bodenseeschiff MS Thurgau soll zu einem "Impfschiff" umgebaut werden.

Bild: Alexandra Wey, Keystone, dpa

Das Bodenseeschiff MS Thurgau soll zu einem "Impfschiff" umgebaut werden.

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Ein schwimmendes Impfzentrum gibt es ab Februar in der Schweiz: Auf dem Bodenseeschiff MS Thurgau können sich Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.
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dpa
28.01.2021 | Stand: 15:46 Uhr

Im Schweizer Teil des Bodensees gibt es ab kommender Woche ein schwimmendes Impfzentrum. An Bord der "MS Thurgau" können sich Anwohner gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Fachstab Pandemie im Kanton Thurgau habe die Idee gehabt, ein Boot einzusetzen, das im Winter ohnehin nicht im regulären Einsatz sei, sagte Thomas Walliser von der Staatskanzlei der Deutschen Presse-Agentur: "Das Geniale am System Schiff ist, dass man mit derselben Infrastruktur mehrere Orte bedienen kann."

Das Schiff geht ab 2. Februar abwechselnd in Romanshorn, Kreuzlingen und Arbon vor Anker, und fährt die Route im März für die zweite Impfdosis ab.

168 Menschen können pro Tag geimpft werden

Das 50 Meter lange Motorschiff "MS Thurgau" verkehrt im Sommer als Kursschiff auf dem Bodensee. Der Oldtimer - Jahrgang 1932 - bietet eigentlich Platz für 500 Passagiere. Jetzt wurden im unteren Deck mit Trennwänden zwei Impfzimmer eingerichtet, im hinteren Bereich ein Warteraum. Nach Angaben von Walliser können jeden Tag 168 Menschen geimpft werden, insgesamt gut 3300. Die Nachfrage nach Impfterminen sei rege. Ob nach Verabreichung der zweiten Dosis weitere Fahrten organisiert werden, hänge davon ab, ob man genügend Impfstoff bekomme, sagte Walliser.

Weil der Impfstoff noch knapp ist, gilt das Angebot in der ersten Runde vorerst für Menschen, die älter als 75 sind oder wegen chronischer Krankheiten bei einer Corona-Infektion einen schweren Krankheitsverlauf befürchten müssten. Sie müssen sich anmelden. Für deutsche Interessenten gebe es leider keine Impfdosen, so Walliser.

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