Corona-Pandemie

WHO: Erst 25 Corona-Impfdosen in armen Ländern gespritzt

Die WHO hat die Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den ärmeren Ländern der Welt kritisiert.

Die WHO hat die Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den ärmeren Ländern der Welt kritisiert.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa (Symbolbild)

Die WHO hat die Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den ärmeren Ländern der Welt kritisiert.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa (Symbolbild)

Die WHO kritisiert, dass bei den Corona-Impfungen eine Kluft zwischen den reichen und den armen Ländern läge. In armen Ländern sei bisher wenig geimpft worden.
Die WHO hat die Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den ärmeren Ländern der Welt kritisiert.
dpa
18.01.2021 | Stand: 12:40 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut die gewaltige Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den armen Ländern scharf kritisiert. Während in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen verabreicht worden seien, liege die Zahl der gespritzten Dosen in den armen Ländern bei gerade einmal 25, sagte der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Sitzung des WHO-Exekutivrates. "Ich muss unverblümt sagen: Die Welt steht am Rand eines katastrophalen moralischen Versagens."

Verlängerung der Dauer der Pandemie

Die Zahl der bilateralen Verträge reicher Staaten mit den Impfstoffherstellern nehme deutlich zu. Während im vergangenen Jahr 44 solche Kontrakte geschlossen worden seien, seien es in den ersten Tagen 2021 bereits zwölf, sagte Tedros.

Diese "Ich-Zuerst-Haltung" gefährde nicht nur die Bevölkerung in den armen Ländern, sondern werde zu einer Verlängerung der Dauer der Pandemie führen, warnte Tedros. Er appellierte an die reichen Länder, die sich viel Impfstoff gesichert hätten, ihre Zusagen einzuhalten und Dosen auch über die internationale Corona-Impfinitiative Covax an die 92 angeschlossenen Länder zu verteilen. (Lesen Sie auch: Corona-Lage in Bayern: Ärger über Impfstoffmangel - Ab Montag gilt umstrittene FFP2-Maskenpflicht)

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