Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika

Brics-Staaten fordern Verlängerung von atomarem Abrüstungsvertrag

Die Brics-Staaten fordern eine Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrages. Donald Trump war an der Forderung bislang nicht interessiert.

Die Brics-Staaten fordern eine Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrages. Donald Trump war an der Forderung bislang nicht interessiert.

Bild: Kremlin Pool, dpa (Archivbild)

Die Brics-Staaten fordern eine Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrages. Donald Trump war an der Forderung bislang nicht interessiert.

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Die Brics-Staaten fordern eine Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrags. Er besteht zwischen Russland und den USA. Im Februar läuft der Vertrag ab.
Die Brics-Staaten fordern eine Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrages. Donald Trump war an der Forderung bislang nicht interessiert.
dpa
17.11.2020 | Stand: 16:46 Uhr

Russland, Brasilien, Indien, China und Südafrika haben bei einem Videogipfel die Rettung des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags zwischen Moskau und Washington gefordert. "Wir rufen die Seiten auf, ihn ohne Verzögerung zu verlängern", hieß es in der am Dienstag verabschiedeten Moskauer Gipfel-Erklärung der Brics-Staaten - das Kürzel setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Länder zusammen.

Der New-Start-Vertrag begrenzt die Nukleararsenale beider Länder auf je 800 Trägersysteme und je 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Er endet im Februar.

Russland hatte unter Donald Trump keine Chance

Russland bemüht sich seit einiger Zeit bei den USA um eine Verlängerung des Vertrags, sah unter US-Präsident Donald Trump zuletzt aber keine Chancen mehr dafür. Der gemeinsame Brics-Vorstoß soll Moskaus Bemühungen für eine Rettung des Abkommens stärken. Es seien eilige politische und diplomatische Anstrengungen nötig, um den internationalen Frieden und die Sicherheit zu erhalten und zu stärken, hieß es in der Erklärung.

Bei dem Videogipfel waren Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, der indische Premierminister Narendra Modi sowie die Präsidenten Brasiliens und Südafrikas, Jair Bolsonaro und Cyril Ramaphosa, zugeschaltet. Die Brics-Staaten repräsentieren mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung und fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung. Nach Russland hat im kommenden Jahr Indien den Vorsitz in der Fünfer-Gruppe.