Weltweite Corona-Krise

Corona-Impfung schon im November? USA bereiten Verteilung von Impfdosen vor

Eine Versuchsperson erhält im «Kaiser Permanente Washington Health Research Institute» eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19. Die US-Gesundheitsbehörde CDC trifft Vorbereitungen für die Verteilung einer potenziellen Corona-Impfung bereits ab Ende Oktober.

Eine Versuchsperson erhält im «Kaiser Permanente Washington Health Research Institute» eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19. Die US-Gesundheitsbehörde CDC trifft Vorbereitungen für die Verteilung einer potenziellen Corona-Impfung bereits ab Ende Oktober.

Bild: Ted S. Warren, dpa (Symbolbild)

Eine Versuchsperson erhält im «Kaiser Permanente Washington Health Research Institute» eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19. Die US-Gesundheitsbehörde CDC trifft Vorbereitungen für die Verteilung einer potenziellen Corona-Impfung bereits ab Ende Oktober.

Bild: Ted S. Warren, dpa (Symbolbild)

Die US-Gesundheitsbehörde CDC trifft Vorbereitungen für die Verteilung einer potenziellen Corona-Impfung bereits ab Ende Oktober.

dpa
03.09.2020 | Stand: 08:53 Uhr

Zugleich räumte sie ein, dass es sich dabei zunächst um ein theoretisches Szenario handelt, wie aus Unterlagen hervorgeht, die von der "New York Times" am Mittwoch veröffentlich wurden. Die Planungsdokumente wurden an US-Bundesstaaten und Städte verschickt, wie die CDC unter anderem dem Sender CNN bestätigte. (Alle Neuigkeiten zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt lesen Sie auch laufend in unserem Newsblog).

Das bedeutet, dass eine Infrastruktur für den Start von Impfungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl am 3. November geschaffen würde. Den Unterlagen zufolge rechnet die CDC zugleich damit, dass Ende Oktober lediglich zwei Millionen Dosen von einem Impfstoff und eine Millionen Dosen von einem weiteren Impfstoff verfügbar sein könnten.

Trump: Mehr Tempo bei der Entwicklung von Corona-Impfstoff

Präsident Donald Trump, der gerade mitten im Wahlkampf ist, hatte die Gesundheitsbehörde FDA im August aufgefordert, mehr Tempo bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu machen. FDA-Chef Stephen Hahn ließ daraufhin in der "Financial Times" durchblicken, dass er eine Notfall-Erlaubnis zum Einsatz eines Impfstoffs in bestimmten Fällen auch vor Abschluss der Phase-3-Tests für möglich halte. Bei diesen Versuchen werden mit einer großen Zahl von Probanden Wirksamkeit und die Sicherheit im Bezug auf mögliche Nebenwirkungen getestet. Deswegen hatten Gesundheitsexperten davor gewarnt, zu schnelles Handels könne das Vertrauen in eine Corona-Impfung gefährden.

Der Chef der US-Forschungsagentur National Institutes of Health (NIH), Francis Collins, verteidigte unterdessen die Planungen der CDC. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass ein Impfstoff zu diesem Zeitpunkt bereits fertig sein werde - aber es sei wichtig, frühzeitig Vorbereitungen für seine Verteilung zu treffen.