Corona-Pandemie

Inzidenz steigt auch in Deutschland leicht - liegt das an der Delta-Variante?

Bundesweit schwankt die Sieben-Tage-Inzidenz um 5. Jedoch steigt sie wieder etwas an.

Bundesweit schwankt die Sieben-Tage-Inzidenz um 5. Jedoch steigt sie wieder etwas an.

Bild: Annette Riedl, dpa (Symbolfoto)

Bundesweit schwankt die Sieben-Tage-Inzidenz um 5. Jedoch steigt sie wieder etwas an.

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Die bundesweite Inzidenz ist so hoch wie seit rund zehn Tagen nicht mehr. Auch ein anderer Indikator sieht nicht gut aus. Dreht sich die Corona-Lage?
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dpa
09.07.2021 | Stand: 12:54 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen in Deutschland ist auf dem höchsten Wert seit rund zehn Tagen - wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Zum dritten Tag in Folge kletterte die Zahl der Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche auf nun 5,5, wie aus RKI-Zahlen von Freitag hervorgeht. Zum Vergleich: Vor einem Tag lag sie bei 5,2, vor zwei Tagen bei 5,1.

Experten hatten davor gewarnt, dass die mittlerweile in Deutschland dominierende Delta-Variante wieder zu mehr Ansteckungen führen kann. Auch Lockerungen der Corona-Beschränkungen können Einfluss nehmen.

R-Wert zieht in Deutschland an

Auch die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl zog an. Das RKI gab diesen 7-Tage-R-Wert am Freitag mit 1,17 an (Vortag 1,09). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 117 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er anhaltend über 1, steigen die Fallzahlen. Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter dieser Marke, stieg aber zuletzt kontinuierlich an.

RKI meldet 949 neue Corona-Infektionen

Auch bei den von den Gesundheitsämtern ans RKI binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen gab es einen Anstieg. Im Laufe des Donnerstags wurden 949 Fälle übermittelt. Am selben Tag der Vorwoche waren es 300 Fälle weniger.

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Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in der dritten Welle gab es am 26. April 2021 mit 169,3. Danach war sie von wenigen Ausreißern abgesehen zunächst recht stetig gesunken. Anfang Juli schwankte sie jedoch um den Wert 5 herum. So lag sie am Freitag der Vorwoche bei 5,0.

Deutschlandweit 49 Tote in 24 Stunden

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 69 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 734 468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.633.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.190.

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