Online-Unterricht

Home-Schooling: 500 Millionen Euro für Lehrerlaptops bisher ungenutzt

Lehrer in Deutschland sollen mit Laptops ausgestattet werden. Dafür stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Doch noch nicht alle Bundesländer haben das Digitalpaket unterschrieben.

Lehrer in Deutschland sollen mit Laptops ausgestattet werden. Dafür stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Doch noch nicht alle Bundesländer haben das Digitalpaket unterschrieben.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolbild)

Lehrer in Deutschland sollen mit Laptops ausgestattet werden. Dafür stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Doch noch nicht alle Bundesländer haben das Digitalpaket unterschrieben.

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Mit 500 Millionen Euro sollen Lehrer mit Laptops für den Online-Unterricht ausgestattet werden. Noch nicht alle Bundesländer haben das Paket unterschrieben.
Lehrer in Deutschland sollen mit Laptops ausgestattet werden. Dafür stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Doch noch nicht alle Bundesländer haben das Digitalpaket unterschrieben.
dpa
15.01.2021 | Stand: 10:49 Uhr

Von dem 500 Millionen Euro schweren Bundesprogramm zur Finanzierung von Dienstlaptops für Lehrer ist noch kein Geld abgerufen worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Antwort des Bundesbildungsministeriums stammt vom 13. Januar. Darin heißt es, es konnten noch keine Mittel ausgezahlt werden, weil die entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über das 500-Millionen-Paket noch nicht von allen Bundesländern unterzeichnet worden und damit noch nicht in Kraft sei. Aus welchen Ländern die Unterschriften noch fehlen, wird nicht genannt.

Herbst (FDP): "einfach nur beschämend"

"Dass es Bund und Länder bis heute nicht geschafft haben, die Vereinbarungen zur Anschaffung von Lehrer-Laptops zu unterzeichnen, ist einfach nur beschämend", sagte der FDP-Obmann für digitale Infrastruktur im Bundestag, Torsten Herbst. "Während Eltern, Kinder und Lehrer seit Wochen ihr Möglichstes tun, um den Ausfall von Präsenzunterricht so gut es geht zu kompensieren, schafft es die Politik noch nicht einmal, die einfachsten Verwaltungshausaufgaben zu erledigen."

Dritte Aufstockung des Digitalpakts

Das Dienstlaptopprogramm hatten Vertreter der Länder, SPD-Chefin Saskia Esken und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im August bei einem "Schulgipfel" im Kanzleramt angestoßen. Neben einem 500-Millionen-Programm zur Ausstattung von bedürftigen Schülern mit Leihlaptops und weiteren 500 Millionen zur Finanzierung von IT-Administratoren für die Schulen ist es die dritte Aufstockung des sogenannten Digitalpakts Schule. Dieses Förderprogramm mit ursprünglich fünf Milliarden Euro vom Bund wurde 2019 für den Aufbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen aufgelegt, etwa zur Installation von schuleigenem WLAN oder zur Anschaffung digitaler Tafeln - sogenannter Smartboards.

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