Brexit

Merkel zu Brexit-Verhandlungen der EU: Man muss sich auf ein Scheitern vorbereiten

Angela Merkel spricht sich für eine Fortsetzung der Brexit-Verhandlungen aus.

Angela Merkel spricht sich für eine Fortsetzung der Brexit-Verhandlungen aus.

Bild: Kirsty O'Connor, dpa (Symbolbild)

Angela Merkel spricht sich für eine Fortsetzung der Brexit-Verhandlungen aus.

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Kanzlerin Angela Merkel gibt die Hoffnung in den Brexit-Verhandlungen nicht auf. Dennoch müsse man sich auf ein Scheitern vorbereiten.
Angela Merkel spricht sich für eine Fortsetzung der Brexit-Verhandlungen aus.
dpa
16.10.2020 | Stand: 16:43 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Hoffnung auf eine Einigung mit Großbritannien auf einen Handelspakt nach dem Brexit noch nicht aufgegeben. Obwohl der britische Premierminister Boris Johnson schon von einem Scheitern ausgeht, sprach sich Merkel am Freitag nach dem EU-Gipfel für eine Fortsetzung der Verhandlungen aus. "Wir haben Licht gesehen in den letzten Tagen der Verhandlungen, aber natürlich noch Schatten. Und wenn es nach der Europäischen Union geht und auch nach mir persönlich geht, dann sollten wir diese Gespräche jetzt einfach fortsetzen", sagte sie.

Angela Merkel zu Brexit-Streit: Auf Scheitern vorbereiten

Die Kanzlerin betonte aber auch, dass man sich auf ein Scheitern vorbereiten müsse: "Ich halte es nach wie vor für beide Seiten für besser, ein Abkommen zu bekommen, aber nicht um jeden Preis eben."

Johnson hatte sein Land zuvor auf einen harten Bruch ohne Vertrag mit der Europäischen Union am 1. Januar eingestimmt. Die EU habe offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen wie mit Kanada, sagte Johnson am Freitag in London. Dementsprechend erwarte man nun eine Beziehung wie mit Australien, also ohne Vertrag.

Boris Johnson behält sich Hintertür in den Brexit-Verhandlungen

Der EU-Gipfel hatte Großbritannien am Donnerstag aufgefordert, sich in den Verhandlungen zu bewegen. Konkret geht es um die Punkte Fischerei, gleiche Wettbewerbsbedingungen und Streitschlichtung bei Vertragsverstößen.

Auch Johnson hat jedoch eine Hintertür für weitere Verhandlungen offen gelassen. Dafür müsse die EU allerdings ihre Haltung ändern, sagte der Premier in einem im Fernsehen übertragenen Statement.