Ukraine-Krieg

"Putin lässt uns keine andere Wahl": Scholz verteidigt erneut Waffenlieferungen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht bei der Fortsetzung des 22. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Saal.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht bei der Fortsetzung des 22. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Saal.

Bild: Fabian Sommer, dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht bei der Fortsetzung des 22. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Saal.

Bild: Fabian Sommer, dpa

Bundeskanzler Scholz hat sich erneut für Waffenlieferungen in die Ukraine ausgesprochen. Putin müsse gestoppt werden, so der SPD-Politiker am Montag.
##alternative##
dpa
09.05.2022 | Stand: 15:47 Uhr

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Waffenlieferungen an die Ukraine für den Kampf gegen die russischen Angreifer erneut verteidigt. "Putin lässt uns keine andere Wahl", sagte der SPD-Politiker am Montag auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin. Der russische Präsident habe den Frieden in Europa aufs Spiel gesetzt. "Und damit darf er nicht durchkommen. Deshalb helfen wir der Ukraine."

Waffenlieferungen in die Ukraine: Scholz nimmt Stellung

Putin habe den Grundsatz der Unverletzbarkeit der Grenzen in Europa "für sein revanchistisches Projekt eines russischen Imperiums" über Bord geworden, betonte Scholz. "Das hinzunehmen hieße nicht nur, die Opfer im Stich zu lassen. Es hieße, den Aggressor in seinem verbrecherischen Tun noch zu bestärken."

Auf Putins Rede zum 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg ging Scholz nicht ein. Darin hatte der russische Präsident den Angriffskrieg gegen die Ukraine bei einer Militärparade in Moskau mit einer Bedrohung durch die Nato begründet. Scholz wollte am Nachmittag den gerade für eine zweite Amtszeit wiedergewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin treffen.

Auch schwere Waffen sollen Putins Angriffskrieg stoppen

Deutschland hatte sich zwei Tage nach Kriegsbeginn dafür entschieden, Waffen in die Ukraine zu liefern. Vor zwei Wochen entschied sich die Bundesregierung, auch die Lieferung schwerer Waffen aus Deutschland in die Ukraine zu genehmigen. Bisher ist geplant, Gepard-Luftabwehrpanzer und schwere Artilleriegeschütze mit einer Reichweite bis 40 Kilometer (Panzerhaubitzen 2000) zur Verfügung zu stellen.

Mehr Nachrichten aus der Welt lesen Sie hier.

Lesen Sie auch
##alternative##
Ende der Funkstille

Scholz und Putin sprechen wieder miteinander

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.