Corona-Pandemie

Zehn Millionen sind einmal geimpft - Ansturm auf Termine für Astrazeneca

Menschen stehen Schlange im Impfzentrum im Kreis Borken. Menschen ab 60 Jahren können ab Samstag in Nordrhein-Westfalen einen Termin zur Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vereinbaren.

Menschen stehen Schlange im Impfzentrum im Kreis Borken. Menschen ab 60 Jahren können ab Samstag in Nordrhein-Westfalen einen Termin zur Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vereinbaren.

Bild: Christopher Neundorf/dpa

Menschen stehen Schlange im Impfzentrum im Kreis Borken. Menschen ab 60 Jahren können ab Samstag in Nordrhein-Westfalen einen Termin zur Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vereinbaren.

Bild: Christopher Neundorf/dpa

Während Gesundheitsminister Jens Spahn hervorhebt, wie viele Menschen bereits gegen Corona geimpft sind, beginnt der Ansturm auf den Impfstoff Astrazeneca.
dpa
03.04.2021 | Stand: 16:50 Uhr

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind über zwölf Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das seien mehr als zehn Millionen Bürgerinnen und Bürger, twitterte der CDU-Politiker am Samstag. 4,3 Millionen Menschen haben demnach bereits die zweite Impfung erhalten. Allein am Freitag wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts und des Gesundheitsministeriums rund 217.000 Dosen geimpft. Bisher wurden Spahn zufolge knapp 10,7 Millionen Dosen des Pfizer/Biontech-Impfstoffs verabreicht, 0,7 Millionen Dosen von Moderna und 2,9 Millionen Dosen Astrazeneca.

Corona-Impfungen: Priorisierung bei Hausärzten strittig

Der Hausärzteverband rät dazu, nach dem breiten Start der Corona-Impfungen in den Praxen die Priorisierung beim Impfen mit steigenden Liefermengen an Impfstoff in den Hintergrund treten zu lassen. In der Woche nach Ostern starten rund 35.000 Hausärzte auf breiter Front mit den Impfungen gegen das Coronavirus. "Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte, solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Allerdings werden wir bald nicht mehr so sehr auf Zahlen, sondern zunehmend auf die Gesundheit der Menschen schauen müssen", fügte Weigeldt hinzu. "Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin." Wenn die Impfstoffmenge ein bestimmtes Maß überschritten habe, müsse die Priorität sein, "den zugelassenen Impfstoff schnellstmöglich allen, die können und wollen, zu impfen."

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Patientenschützer erheben dagegen Einspruch: "Für das Impfangebot der Hausärzte gilt weiterhin die ethisch festgelegte Reihenfolge. Eine Abkehr wird im April nicht möglich sein, da Vakzine weiterhin knapp sind", sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Ansturm auf Astrazeneca-Termine: Telefonleitungen in NRW überlastet

In Nordrhein-Westfalen hat der Ansturm auf die Impf-Termine für Astrazeneca für die über 60-Jährigen schon am frühen Samstagmorgen zu überlasteten Leitungen am Telefon und im Internet geführt. Während viele sich vergeblich die Finger wund wählten, kamen die ersten erfolgreichen Termin-Jäger hingegen schon am selben Tag an ihre Impfung.

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Um die dritte Corona-Welle zu brechen, werde derzeit überlegt, ob und wie der Bund einheitliche Vorgaben zur Eindämmung von Corona machen solle, falls das Vorgehen der Länder nicht ausreiche, sagte ein Regierungssprecher. "Die Länder haben das ganze Instrumentarium zur Verfügung, und wir beobachten, dass in vielen Ländern jetzt auch zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden", hieß es. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

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