Gewerbsmäßiger Bandenbetrug?

Bafin und Zoll prüfen Geldwäsche-Verdacht bei Wirecard

20.07.2020, Bayern, Aschheim: Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters in Aschbeim bei München zu sehen. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro sind beim Finazdienstleister Wirecard aufgeflogen.

Bild: Peter Kneffel/dpa

Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro sind beim Finazdienstleister Wirecard aufgeflogen.

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Die Finanzaufsicht Bafin und der Zoll gehen dem Verdacht der Geldwäsche bei Wirecard nach. Beim Zoll ermittelt die sogenannte Financial Intelligence Unit (FIU).

dpa
31.07.2020 | Stand: 17:03 Uhr

"Die FIU und die Bafin haben sich - im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit – auf eine Task Force geeinigt, um gemeinsam an der Auswertung der vorhandenen geldwäscherechtlichen Hinweise im Fall Wirecard zu arbeiten", sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Freitag. Beim Zoll ermittelt die FIU bei fragwürdigen Geldgeschäften.

Die Arbeitsgruppe solle eine "reibungslose und unverzügliche Kommunikation" sicherstellen, sagte die Sprecherin. Das solle zu rascheren Ergebnissen führen und andere staatliche Stellen unterstützen.

Wirecard: Staatsanwaltschaft geht von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" aus

Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" bei dem Dax-Unternehmen aus, und zwar seit 2015. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein

Dem Wirecard-Skandal wird nun auch ein Doku-Drama gewidmet. Worum es geht und wann dieser zu sehen sein soll.