Neue Entwicklung im Tiktok-Streit: Eigentümer äußert sich

Die Regierung von US-Präsident Trump erhöht im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok den Druck. Der chinesische Eigentümer der App reagiert überrascht.

Die Regierung von US-Präsident Trump erhöht im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok den Druck. Der chinesische Eigentümer der App reagiert überrascht.

Bild: Mark Schiefelbein, dpa (Archivbild)

Die Regierung von US-Präsident Trump erhöht im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok den Druck. Der chinesische Eigentümer der App reagiert überrascht.

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Donald Trump behauptet, der chinesische Tiktok-Eigentümer wolle fünf Millionen Dollar an einen US-Bildungsfond überweisen. Der reagiert überrascht.
Die Regierung von US-Präsident Trump erhöht im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok den Druck. Der chinesische Eigentümer der App reagiert überrascht.
dpa
20.09.2020 | Stand: 08:37 Uhr

Der chinesische Eigentümer von Tiktok hat überrascht auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump reagiert, in dem Deal um die populäre Videoplattform fünf Milliarden US-Dollar an einen Bildungsfonds in Texas überweisen zu wollen.

Der Konzern Bytedance teilte am Sonntag mit, davon "erstmals in den Nachrichten erfahren" zu haben. Das Unternehmen sei Investitionen im Bildungsbereich verpflichtet und plane mit globalen Anteilseignern Online-Unterricht auf der Basis von künstlicher Intelligenz und Videotechnologie, hieß es lediglich, ohne konkret auf den Bildungsfonds einzugehen.

US-Konzern soll Daten von amerikanischen Tiktok-Nutzern verarbeiten

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, eine Vereinbarung zwischen Bytedance und US-Unternehmen gebilligt zu haben. Das weltweite Geschäft von Tiktok soll demnach in eine neue Firma mit Sitz in den USA kommen. Der amerikanische Software-Konzern Oracle soll dabei alle Daten von US-Nutzern verarbeiten und sich um die dazugehörigen technischen Systeme kümmern. Trump hatte Tiktok als Sicherheitsrisiko bezeichnet, weil die App dem chinesischen Bytedance-Konzern gehört.

Trump will historischen Geschichtsunterricht mit weniger Fokus auf die Sklaverei

Bei einem Wahlkampfauftritt hatte Trump ferner angekündigt, dass Tiktok fünf Milliarden Dollar an einen Bildungsfonds für patriotische Erziehung in Texas überweisen werde. Der Republikaner strebt einen anderen Geschichtsunterricht in den USA an. Aus seiner Sicht wird die historische Bedeutung der Sklaverei aktuell zu stark hervorgehoben. Er hatte zuvor verlangt, dass die US-Regierung eine Art Kommission bekommen müsse, weil sie den Tiktok-Deal herbeigeführt habe.

Bytedance teilte ferner mit, zusammen mit seinen Partnern Oracle und Wal-Mart den jetzt erreichten Konsens umsetzen zu wollen, um "so schnell wie möglich" eine Kooperationsvereinbarung zu erreichen, die die rechtlichen Anforderungen in den USA und China erfülle.