Drei Veterenäre im Fokus

Allgäuer Tierskandal: Verfahren gegen Ärzte eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat im Allgäuer Tierskandal die Ermittlungsverfahren gegen drei Veterinäre eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hat im Allgäuer Tierskandal die Ermittlungsverfahren gegen drei Veterinäre eingestellt.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Die Staatsanwaltschaft hat im Allgäuer Tierskandal die Ermittlungsverfahren gegen drei Veterinäre eingestellt.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Im Allgäuer Tierskandal hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen drei Veterinäre eingestellt. Tierschützer sind empört.
03.11.2020 | Stand: 07:27 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat im Allgäuer Tierskandal die Ermittlungsverfahren gegen drei Veterinäre eingestellt. Das bestätigte Thorsten Thamm von der Memminger Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Redaktion. Nach seinen Worten handelte es sich dabei um drei Veterinäre, die als private Tierärzte tätig sind. Ihnen habe nicht nachgewiesen werden können, „dass sie sich aktiv eines Vergehens schuldig gemacht haben“, sagte Thamm.

Die Organisation „Soko Tierschutz“ hatte vor knapp eineinhalb Jahren gravierende Missstände auf Höfen im Unter- und nördlichen Oberallgäu an die Öffentlichkeit gebracht. Sie kritisierte scharf, dass die Verfahren gegen die Veterinäre jetzt eingestellt wurden. „Tierärzte haben in der Massentierhaltung Narrenfreiheit“, heißt es in einer Pressemitteilung der „Soko Tierschutz“.

Ermittlungen gegen neun Beschuldigte laufen

Nach Angaben der Memminger Staatsanwaltschaft laufen derzeit noch Ermittlungen gegen neun Beschuldigte im Rahmen des Tierskandals. Dabei handelt es sich um Landwirte und Mitarbeiter der betroffenen Höfe.