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Autonomes Fahren im Allgäu: Hochschule Kempten forscht in Memmingen

Technischer Fortschritt im Allgäu

Fahren Autos im Allgäu schon bald alleine auf der Autobahn?

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    Während Johannes Rydzek den Fahrsimulator in Benningen ausprobiert, erklärt Institutsleiter Prof. Bernhard Schick die Funktion des Geräts.
    Während Johannes Rydzek den Fahrsimulator in Benningen ausprobiert, erklärt Institutsleiter Prof. Bernhard Schick die Funktion des Geräts. Foto: Ralf Lienert

    Verkehrsunfälle vermeiden – das ist eines der Hauptziele vom so genannten autonomen Fahren.

    Wie Gefahren erkannt werden können und dann binnen Bruchteilen von Sekunden Autos oder Lkw auch unabhängig vom Fahrer richtig reagieren – damit befasst sich das „Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität“ (IFM) der Hochschule Kempten.

    Mobilität im Allgäu: 100 Wissenschaftler und Studierende tüfteln am autonomen Fahren

    Mit rund 100 Wissenschaftlern und Studierenden ist es nahe dem Allgäu Airport im Unterallgäu angesiedelt. Mit engen Verbindungen zu Firmen, die sich auch mit diesen Themen befassen.

    Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich über 400 Experten, um sich bei Vorträgen, Technologieausstellungen und auf Teststrecken auszutauschen. Am Airport ist inzwischen ein

    Eröffnungsevent IFM – Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität in Benningen - Memmingerberg - Fakt motion
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    Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität in Benningen

    Schwerpunktzentrum dafür entstanden – mit insgesamt über 500 Arbeitsplätzen. Präsent sind beispielsweise Firmen wie Continental, Piech oder FaktMotion.

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    Wandel beschäftigt Forscher und Autohersteller im Allgäu

    Alle befassen sich mit der Zukunft der Mobilität, die immer automatisierter und digitalisierter wird. Bei diesem Wandel arbeiten nahezu alle Autohersteller mit dem IFM zusammen. Vor allem in Fahrsimulatoren wird neue Technik erprobt, erklärt Prof. Bernhard Schick, der Leiter des Instituts. Rund 300 digitalisierte Kilometer Strecke – mit Kameras im Allgäu aufgenommen – können so mit verschiedensten Testwagen unter realen Bedingungen erprobt werden, bevor diese in die Prototyp- und dann Serienherstellung gehen. Samt unterschiedlichen Straßenbelägen und Wetterlagen, Fahrbahnmarkierungen, Verkehrszeichen, anderen Autos und auch Fußgängern.

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    Foto: Martina Diemand (Archiv)

    Forschungsleiter: "Mensch und Maschine müssen zusammen passen"

    „Gerade bei autonomen Fahrsystemen muss immer geschaut werden, wie Mensch und Maschine zusammen passen“, sagt Schick. Er glaubt nicht, dass vor dem Jahr 2045 großflächig komplett selbstständig fahrende Autos oder Lkw unterwegs sind. „Nicht alles, was technisch machbar ist, wird auch von den Nutzern akzeptiert.“ Was aber bald kommen werde, seien beispielsweise autonomes Fahren bei Staus auf Autobahnen oder das vollautomatisierte Einparken in Parkhäusern.

    So kann die Fahrt im Simulator getestet werden.
    So kann die Fahrt im Simulator getestet werden. Foto: Ralf Lienert.

    Ab wann sind im Allgäu selbstständige Autos unterwegs?

    Weite Blicke in die Zukunft wirft auch die Firma FaktMotion. Dort werden unter anderem Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb getestet oder untersucht, wie beim Bremsen der schädliche Staub an den Bremsscheiben reduziert werden kann, sagt Geschäftsführer Xaver Fackler. Man befasse sich mit Blick auf den nahen Flughafen bereits auch mit Testmöglichkeiten für die Luftfahrtbranche. Entsprechende Prüfstände und Hallen befänden sich schon in der Planung.

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