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Bauernkrieg: Ein Dokument vom Januar 1525 zeigt, warum die Bauern zornig sind. Sie leiden unter dem Fürstabt von Kempten

Bauernkrieg im Allgäu

Bauern beschweren sich über Willkür des Fürstabts von Kempten

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    Radierung von Daniel Hopfer: Sie zeigt ein bäuerliches Fest um das Jahr 1525.
    Radierung von Daniel Hopfer: Sie zeigt ein bäuerliches Fest um das Jahr 1525. Foto: Ralf Lienert

    Warum waren die Allgäuer Bauern vor 500 Jahren so zornig, dass sie in den Krieg gegen die Obrigkeit zogen? Ein bisher wenig bekanntes Dokument aus jener Zeit hilft, dies zu verstehen. Es trägt den eigenartigen Namen Leibeigenschaftsrodel. In diesem Schriftstück formulierten Bauern, die unter der Herrschaft des Kemptener Fürstabts standen, ihre Sorgen, Nöte und ihr Unverständnis über die Ungerechtigkeiten, die sie seitens ihres Herren erfuhren. Der Rodel, der im Januar 1525 entstanden ist, spiegelt somit ein Stück weit das Leben der Untertanen des in Kempten residierenden Fürstabts wider. Er gibt „hervorragende Einblicke in die konkrete Herrschaftspraxis, in das Verhältnis von Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit und in das subjektive Bewusstsein der Bauern“, erklärte der Historiker Peter Blickle schon vor vielen Jahren in einer wissenschaftlichen Analyse des Schriftstücks, das in mehreren Ausfertigungen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt wird.

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