Ausbildung im Allgäu

Corona inklusive: So hat eine Allgäuer Auszubildende ihr erstes Lehrjahr erlebt

Die Allgäuer Auszubildende Jasmin Waibl arbeitet seit einem Jahr in ihrem Lehrbetrieb in Lengenwang.

Die Allgäuer Auszubildende Jasmin Waibl arbeitet seit einem Jahr in ihrem Lehrbetrieb in Lengenwang.

Bild: Martina Diemand

Die Allgäuer Auszubildende Jasmin Waibl arbeitet seit einem Jahr in ihrem Lehrbetrieb in Lengenwang.

Bild: Martina Diemand

Jasmin Waibl geht in ihr zweites Lehrjahr als angehende Friseurin. Ihr erstes Lehrjahr war aufregend - nicht nur wegen Corona.
02.09.2020 | Stand: 08:28 Uhr

Das Lehrjahr hat wieder begonnen. Mit dem 1. September starten aber nicht nur viele neue Auszubildende in ihren Wahlberufen. Einige sind schon seit längerem in der Ausbildung. So auch die 19- jährige Jasmin Waibl aus Pfronten. Sie geht in ihr zweites Lehrjahr als angehende Friseurin und kann – nicht nur wegen Corona – auf ein ereignisreiches erstes Ausbildungsjahr zurückblicken.

Warum sie sich für diesen Beruf entschieden hatte, kann sie einfach beantworten: „Weil ich gern mit anderen Menschen umgehe und arbeite.“ Sie habe zunächst ein Praktikum in einem Friseursalon gemacht und dabei gemerkt, dass ihr die Arbeit Spaß mache. Also fing sie vor etwa einem Jahr eine Lehre im Haarstudio von Manuela Frei in Lengenwang (Kreis Ostallgäu) an.

Aktuell übt die Allgäuer Auszubildende noch an einem Modell

Die Umstellung vom Schulalltag auf das Berufsleben habe ihr dabei keine großen Schwierigkeiten bereitet. „Da ich nach der Schule noch ein freiwilliges soziales Jahr in einer Reha-Klinik gemacht habe, war ich ganz gut auf das Berufsleben vorbereitet“, sagt Waibl. In ihrem ersten Jahr habe sie schon einiges gelernt. Um den Kunden die Haare schneiden zu dürfen, sei es laut Chefin Manuela Frei aber noch zu früh. „Ich übe an einem Modell. Sobald ich schneller und genauer werde, darf ich auch Kunden die Haare schneiden“, sagt die 19-Jährige.

Wegen der Corona-Auflagen war der Allgäuer Friseur wochenlang geschlossen

Während der strengen Corona-Beschränkungen war der Laden von Manuela Frei für sechs Wochen geschlossen. „Ich habe aber zu Hause weiterüben können“, erzählt Waibl. Und auch die Berufsschule sei von daheim aus weitergegangen: „Über WhatsApp haben wir Aufgaben bekommen.“ Dafür habe ihr zwar manchmal die Motivation gefehlt, „aber ich hab mir immer gesagt, ich darf erst ans Handy, wenn ich was für die Schule gemacht habe“. So habe das ganz gut funktioniert. Nun freut sie sich auf ein „spannendes“ zweites Lehrjahr.