Corona-Pandemie bremst Wasserstoffzug-Pläne im Allgäu aus

Eigentlich sollte es bald die Testfahrt mit den Wasserstoffzügen geben - doch diese wurde nun verschoben.

Eigentlich sollte es bald die Testfahrt mit den Wasserstoffzügen geben - doch diese wurde nun verschoben.

Bild: phs sab

Eigentlich sollte es bald die Testfahrt mit den Wasserstoffzügen geben - doch diese wurde nun verschoben.

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Als Alternative zu Dieselzügen sollen in Bayern Wasserstoffzüge dienen. Doch ein Test-Einsatz im Allgäu verzögert sich - auch wegen der Infektionsgefahr.
Eigentlich sollte es bald die Testfahrt mit den Wasserstoffzügen geben - doch diese wurde nun verschoben.
dpa
23.01.2021 | Stand: 06:43 Uhr

Die für Januar geplante Testfahrt eines Wasserstoffzugs im Allgäu wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Prototyp "iLint" der Firma Alstom sollte nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums eigentlich schon im vergangenen Jahr von Augsburg nach Kempten und wieder zurückfahren. Beide Termine seien aber corona-bedingt ausgefallen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Wann soll die Testfahrt im Allgäu nachgeholt werden?

Die Testfahrt soll demnach dieses Jahr nachgeholt werden, "sobald es die Rahmenbedingungen wieder zulassen". Einen konkreten Termin dazu gibt es nach Angaben des Ministeriums aber noch nicht. Ein Grund für die Verschiebung sei das Infektionsrisiko für die Passagiere, sagte der Sprecher. Die Wasserstoff-Testfahrt solle "publikumswirksam" mit Politikern aus der Region stattfinden. (Lesen Sie auch: Wasserstoffprojekt des ZAK könnte 15 Millionen kosten)

Auch die ersten Testfahrten eines weiteren Wasserstoffzug-Prototyps, der am Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg entwickelt wird, werden corona-bedingt wohl ein Jahr später stattfinden als zunächst geplant. Wegen der Pandemie ruhten nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums die Versuche in den Laboren der Forschungseinrichtungen.

Strecke Augsburg-Füssen: Hier könnten die neuen Züge fahren

Wasserstoffzüge sind nach Auffassung des Verkehrsministeriums aber weiter die "sinnvollste Alternative eines lokal emissionsfreien Verkehrs" im Allgäu - jedenfalls dort, wo auf längere Sicht keine Elektrifizierung vorgesehen ist und die Strecken für Akku-Hybridzüge zu lang sind. Als Beispiel nennt das Ministerium die Strecke von Augsburg nach Füssen.

Ob das im Alltagsbetrieb funktionieren kann, muss dem Verkehrsministerium zufolge aber im Einzelfall geprüft werden. Dabei gehe es zum Beispiel um die Frage, ob die Wasserstoffzüge schnell genug beschleunigen können, um die Fahrplanvorgaben einzuhalten und wichtige Anschlüsse an Knotenpunkten zu erreichen.

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