Startseite
Icon Pfeil nach unten
Allgäu
Icon Pfeil nach unten

Das sind 5 der schönsten Berg- und Wandertouren im Allgäu für Fortgeschrittene

Herrliche Aussicht garantiert

Das sind 5 der schönsten Berg- und Wandertouren im Allgäu für Fortgeschrittene

    • |
    • |
    • |
    Wanderregion Allgäu: Auf Fans von Touren warten teils spektakuläre Erlebnisse. Aber Achtung - hier stellen wir Touren für Fortgeschrittene vor.
    Wanderregion Allgäu: Auf Fans von Touren warten teils spektakuläre Erlebnisse. Aber Achtung - hier stellen wir Touren für Fortgeschrittene vor. Foto: Benedikt Siegert

    Das Allgäu gehört zu den beliebtesten Wanderregionen Deutschlands – und das nicht ohne Grund. Kaum eine andere Landschaft vereint sanfte Hügel, idyllische Täler, klare Bergseen und markante Gipfel so harmonisch. Ob gemütlicher Spaziergang entlang blühender Wiesen oder anspruchsvolle Bergtour mit alpinem Charakter: Im Allgäu findet ziemlich sicher jeder die passende Route.

    In diesem Artikel stellen wir fünf der schönsten Berg- und Wandertouren im Allgäu für Fortgeschrittene vor. Vorsicht: Diese Touren eignen sich nur für trittsichere, erfahrene und fitte Wanderfreunde. Wer sich am Berg überschätzt, kann sich in gefährliche Situationen bringen. Anfänger sollten sie nicht machen - und finden leichtere Touren für den Spätsommer etwa hier.

    Die Wandersaison im Allgäu ist lang. Während im Frühjahr die Krokusse und Alpenrosen die Hänge bunt färben, locken im Sommer klare Bergseen zur Abkühlung nach einer Tour. Der Herbst zeigt sich oft von seiner schönsten Seite mit klarer Sicht, goldenem Licht und ruhigen Wegen. Selbst im Winter gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Winterwanderungen oder Schneeschuhtouren, die eine ganz besondere Ruhe ausstrahlen. Wo das Wandern für erfahrenere Bergsteiger im Allgäu besonders viel Spaß macht, haben wir hier zusammengefasst.

    Die besten Bergtouren für Fortgeschrittene im Allgäu

    Bergtour auf den Schneck - nur für Fortgeschrittene

    Der Schneck ist einer der markantesten Gipfel der Allgäuer Alpen und dank seiner Form unverwechselbar. Vom Giebelhaus führt der Weg zunächst gemütlich auf Asphalt bis zur Pointhütte, ehe die Route über gut markierte Bergwege in Richtung Himmeleck ansteigt. Ab hier wird das Gelände zunehmend steiler und spätestens am Vorgipfel zeigt die Tour ihren ernsten Charakter. Wer weiter zum Hauptgipfel möchte, muss den ausgesetzten Reitergrat meistern – ein luftiger, aber eindrucksvoller Abschnitt, der Trittsicherheit voraussetzt. Da der Grat auch im Abstieg wieder zu bewältigen ist, sollte genügend Konzentration und Kondition eingeplant werden. Mit etwa achteinhalb Stunden reiner Gehzeit und knapp 1.300 Höhenmetern ist der Schneck eine anspruchsvolle, aber sicher auch lohnende Unternehmung. Apropos lohnend: Belohnt wird man mit einem außergewöhnlichen Panorama und dem besonderen Reiz, einen der außergewöhnlichsten Gipfel der Region zu erklimmen. Im Frühling ist die Wanderung der Witterung wegen noch anspruchsvoller.

    Rauf auf das hohe Licht - für Fortgeschrittene

    Das Hohe Licht (2.651 Meter) ist nach dem Großen Krottenkopf der zweithöchste Gipfel der Allgäuer Alpen und bietet eine imposante Rundumsicht auf die markanten Nachbarn wie den Hochvogel und Biberkopf. Der Gipfel ist sowohl Bestandteil vieler Überschreitungen am Heilbronner Höhenweg als auch eigenständiges Ziel. Am besten eignet sich die Rappenseehütte als Ausgangspunkt für eine Besteigung, da sich von hier aus der Aufstieg gut in eine noch längere Tour integrieren lässt.

    Rückblick auf dem Weg zur Mädelegabel auf den höchsten Allgäuer Gipfel, den Großer Krottenkopf (2656 m, Bildmitte).
    Rückblick auf dem Weg zur Mädelegabel auf den höchsten Allgäuer Gipfel, den Großer Krottenkopf (2656 m, Bildmitte). Foto: Mark Bihler

    Alternativ ist auch eine Kombination mit dem Waltenberger Haus möglich. Der Anstieg verlangt dabei gute Kondition, bleibt technisch jedoch im Rahmen. Ganz wichtig: Trittsicherheit ist Pflicht, wenngleich wirklich schwierige Kletterstellen fehlen. Frühes Aufstehen lohnt: Wer den Gipfel in den frühen Morgenstunden erreicht, wird mit einem zumeist eindrucksvollen Lichtspiel über dem Allgäuer Hauptkamm belohnt.

    Das sind fünf der schönsten Touren im Allgäu

    Wanderung von Schattwald über Iseler nach Bad Hindelang

    Diese aussichtsreiche Tour gilt als die längere und anspruchsvollere Variante des bekannten Himmelsstürmers. Der Startpunkt liegt am Wanderparkplatz der Wannenjochbahn bei Schattwald (und somit auf etwas mehr als 1000 Metern). Von hier führt der Weg stetig bergauf zum Iseler, wo sich ein weiter Blick über die Allgäuer Alpen eröffnet.

    Bei dieser Tour bietet sich nur nur ein herrlicher Blick über das Tannheimer Tal.
    Bei dieser Tour bietet sich nur nur ein herrlicher Blick über das Tannheimer Tal. Foto: AchimMeurer.com

    Der Anstieg erfordert Kondition, belohnt aber mit abwechslungsreichen Landschaften: grüne Bergwiesen, felsige Passagen und immer wieder Ausblicke ins Tannheimer Tal. Nach dem Gipfelgenuss folgt ein langer Abstieg nach Bad Hindelang, bei dem Trittsicherheit gefragt ist. Insgesamt sind 937 Höhenmeter im Aufstieg und 1.223 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen – mit rund 5,5 Stunden Gehzeit eine sportliche, aber lohnende Unternehmung. Bei schneefreien Wegen, also im Sommer, eignet sich die Wanderung am meisten.

    Überschreitung der Allgäuer Alpen von Oberstdorf ins Lechtal

    Diese ausgedehnte Überschreitung zählt zu den eindrucksvollsten Unternehmungen in den Allgäuer Alpen. Der zentrale Abschnitt über den Heilbronner Weg – zwischen Kemptner Hütte und Rappenseehütte – gilt als einer der schönsten Höhenwege der gesamten Nordalpen. Schmale Grate, eindrucksvolle Tiefblicke und ein Wechselspiel aus Fels und alpinen Wiesen prägen das Panorama. Von Oberstdorf führt die Route über mehrere Hütten und Gipfel hinweg ins Lechtal, wo man den Kontrast zwischen alpiner Hochgebirgslandschaft und dem weitläufigen Flusstal erleben kann. Aufgrund der langen Gehzeit, der erheblichen Höhenmeter und der alpinen Exponiertheit ist Kondition und Trittsicherheit erforderlich.

    Außergewöhnliche Touren im Allgäu – unsere Tipps

    Aussichtsspot Hüttengipfel: Wanderung auf den Rappenseekopf

    Wer sich auf diese lange und schwere Tagestour einlässt, wird mit alpinen Eindrücken und einem grandiosen Panorama belohnt. Ausgangspunkt ist die Rappenseehütte (2.091 Meter), die an sich schon ein beliebtes Ziel darstellt. Von hier führt der Weg über steinige Pfade und alpine Hänge hinauf zum Rappenseekopf.

    Die Rappenseehütte ist der Ausgangspunkt der Wanderung auf den Rappenseekopf.
    Die Rappenseehütte ist der Ausgangspunkt der Wanderung auf den Rappenseekopf. Foto: imago/Westend61

    Der Gipfel liegt eindrucksvoll über dem Rappensee. Das eiskalte Wasser des Sees lockt unter anderem an heißen Sommertagen zur Erfrischung. Der Rundblick reicht weit ins Allgäu. Technisch erfordert die Tour gute Kondition und Trittsicherheit, denn insgesamt gilt es, rund 1.500 Höhenmeter und mehr als acht Stunden Gehzeit zu bewältigen. Der ideale Zeitraum liegt zwischen Juni und September, wenn die Schneefelder geschmolzen sind. Achtung: Diese Tour ist nichts für Anfänger, aber für erfahrene Bergsteiger ein echtes Highlight.

    Sie lieben das Allgäu, seine Natur und seine Bergwelt – oder möchten die Region erst noch kennenlernen? Dann ist unser neuer Newsletter „Aktiv im Allgäu“ das Richtige für Sie. Hier kostenlos bestellen.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Registrieren sie sich

    Sie haben ein Konto? Hier anmelden