Lange Tradition

Die Bundeswehr und Füssen: Nach langer Zeit wird die Partnerschaft offiziell

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Oberstleutnant Martin Paulus beim Unterzeichnen der Patenschaftsurkunden.

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Oberstleutnant Martin Paulus beim Unterzeichnen der Patenschaftsurkunden.

Bild: Sebastian Rudolph

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Oberstleutnant Martin Paulus beim Unterzeichnen der Patenschaftsurkunden.

Bild: Sebastian Rudolph

Die Stadt und das Gebirgsversorgungsbataillon 8 besiegeln ganz offiziell eine Patenschaft. 450 "Versorger" leisten in der Allgäu-Kaserne ihren Dienst.
29.11.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Füssen blickt auf eine lange Geschichte als Garnisonsstadt zurück, 1936 wurde die Kaserne errichtet. Auch das Gebirgsversorgungsbataillon 8 hat eine lange Historie vorzuweisen: Mit der Aufstellung im Jahr 1956, damals noch als Feldzeugausbildungsbataillon, ist es heute einer der ältesten noch bestehenden Verbände der Bundeswehr.

So blicken die Stadt und das Bataillon auf eine 66 Jahre gemeinsame Geschichte zurück. Jetzt wurde offiziell eine Patenschaft im Kaisersaal des Füssener Rathauses begründet, heißt es in einer Pressemitteilung des Bataillons. Neben den Abordnungen der Stadt und der Bundeswehr nahmen auch Pfarrer Peter Neubert und eine Abordnung der Polizei Füssen mit Polizeioberrat Edmund Martin am Festakt teil. Musikalisch wurde der Nachmittag von einem Bläserquintett des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen umrahmt.

Bürgermeister Eichstetter sagt: "Die Stadt Füssen ist glücklich und stolz, die Allgäu-Kaserne zu haben."

„Dass es so lange gedauert hat, bis eine Patenschaft besiegelt wurde, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter. Er betonte: „Die Stadt Füssen ist glücklich und stolz, die Allgäu-Kaserne zu haben. Die dort stationierten Soldatinnen und Soldaten gehören fest zum Stadtbild.“

Etwa 450 Soldaten des Gebirgsversorgungsbataillons 8 leisten in Füssen ihren Dienst. Weiterhin gehören dem Bataillon die beiden ausgelagerten Kompanien in Mittenwald und Bad Reichenhall an. Seit April ist Oberstleutnant Martin Paulus der Kommandeur der insgesamt über 700 Soldaten. Auch er sieht in der Patenschaft einen längst überfälligen Schritt: „Endlich wird ein formeller und würdiger Rahmen für etwas geschaffen, das im alltäglichen Leben der Füssener und der Soldaten schon längst zum Tragen kommt.“ Auch er sieht – wie der Bürgermeister – die Bundeswehr in der Region bereits fest verwurzelt.

„Wir alle sind Teil einer Gesellschaft und arbeiten täglich daran, dass diese Gesellschaft funktioniert und aufrechterhalten wird, auch wenn Soldaten und Zivilisten das auf unterschiedliche Weise tun“, sagte Eichstetter: „Die Bundeswehr gehört zu Füssen.“ Dem stimmte auch Paulus zu: „Füssen ist für viele meiner Soldatinnen und Soldaten nicht nur Dienstort, sondern im Laufe der Zeit auch ihre Heimat geworden.“

Nicht nur ein leeres Versprechen: Enge Verbundenheit Füssens und des Gebirgsversorgungbataillons

Durch die Patenschaft sollen Füssen und das Gebirgsversorgungsbataillon noch enger zusammenwachsen. Sie sei ein sichtbares Zeichen gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung. Eichstetter und Paulus betonten beide, dass dies kein Lippenbekenntnis sei, sondern mit Leben gefüllt werde. Dieses Versprechen wurde durch die Unterschriften auf den Patenschaftsurkunden besiegelt.

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