Alpiner Notfall mit glücklichem Ende

Ersthelfer retten Mann an Drehhütte bei Schwangau das Leben

Die auf rund 1250 Meter gelegene Drehhütte war am Sonntag vor einer Woche Schauplatz eines dramatischen Rettungseinsatzes. Ein 48-Jähriger erlitt dort einen Herzstillstand, konnte dank beherzten Eingreifens von Ersthelfern und der Bergwacht aber so rasch reanimiert werden, dass er wohl keine bleibenden Schäden davon trägt.

Die auf rund 1250 Meter gelegene Drehhütte war am Sonntag vor einer Woche Schauplatz eines dramatischen Rettungseinsatzes. Ein 48-Jähriger erlitt dort einen Herzstillstand, konnte dank beherzten Eingreifens von Ersthelfern und der Bergwacht aber so rasch reanimiert werden, dass er wohl keine bleibenden Schäden davon trägt.

Bild: Markus Albrecht

Die auf rund 1250 Meter gelegene Drehhütte war am Sonntag vor einer Woche Schauplatz eines dramatischen Rettungseinsatzes. Ein 48-Jähriger erlitt dort einen Herzstillstand, konnte dank beherzten Eingreifens von Ersthelfern und der Bergwacht aber so rasch reanimiert werden, dass er wohl keine bleibenden Schäden davon trägt.

Bild: Markus Albrecht

Ein 48-Jähriger erleidet an der Drehhütte bei Schwangau einen Herzstillstand. Die Bergwacht ist bereits zehn Minuten nach der Alarmierung vor Ort.
02.05.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Die Drehhütte bei Schwangau im Ostallgäu ist am Sonntag vergangener Woche Schauplatz eines dramatischen Rettungseinsatzes geworden. Wie die Füssener Bergwacht jetzt mitteilt, hatte ein 48-Jähriger dort das Bewusstsein verloren und war mit einem Herzstillstand vom Stuhl gekippt.

48-Jähriger erleidet an der Drehhütte bei Schwangau Herzstillstand

Die umgehend alarmierte Bergwach traf bereits zehn Minuten nach der Alarmierung an der auf 1250 Metern gelegenen Hütte ein. Das Dreier-Team bestehend aus einer Bergwacht-Notärztin und Bergwacht-Rettungssanitätern aus Kaufbeuren und Füssen übernahmen sofort die Versorgung des leblosen Mannes und konnten ihn innerhalb der folgenden fünf Minuten wieder zu einem eigenen Herz-Kreislauf reanimieren. „Hierzu wurde der Patient laufend mittels einer Herz-Druck-Massage reanimiert, mit Sauerstoff beatmet und mittels externem Defibrillator zwei Mal geschockt“, teilt Markus Albrecht von der Füssener Bergwacht mit. Zwischenzeitlich war der Mann durch die Bergwacht-Notärztin außerdem intubiert worden.

Vorbildliche Ersterhelfer retten 48-Jährigen an der Schwangauer Drehhütte das Leben

Der später eintreffende Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes übernahm den dann stabilisierten Patienten und brachte ihn ins Krankenhaus Füssen zur weiteren Behandlung. „Der Mann hatte gewaltiges Glück und wird nach aktuellem Stand ohne große Schäden bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden“, heißt es von der Bergwacht weiter. Um die Ehefrau des 48-Jährigen, die alles mitansehen musste, hatte sich ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht gekümmert. Ganz besonders hebt die Bergwacht in ihrem Einsatzbericht jedoch die Ersthelfer hervor, die die eigentlichen Helden des Einsatzes seien. „Der Gast und die Hütten-Belegschaft leisteten großartige und beispielhafte Arbeit“, sagt Albrecht. Beherzt und ohne zu zögern, begannen Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und riefen die Leitstelle unter 112 um Hilfe. „Sie haben diese Maßnahme vorbildhaft und ununterbrochen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchgeführt.“

Dort lauern die Gefahren bei einer falschen oder zu späten Reanimation

Zum medizinischen Hintergrund erklärt die Bergwacht folgendes: Eine Hirnschädigung durch eine Sauerstoffunterversorgung trete bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits innerhalb weniger Minuten ein und sei die gefürchteste Komplikation bei Reanimationen. Denn auch wenn das Herz wieder zum Schlagen gebracht werden könne, verzeihe das Gehirn keine Unterversorgung mit Sauerstoff. Deshalb sei die Laienreanimation bis zum Eintreffen der Rettungskräfte so elementar wichtig. „Diese Erfolgsgeschichte wäre ohne die hervorragende Ersthelferversorgung nicht denkbar gewesen“, sagt Albrecht.

Der Notfall an der Drehhütte sein eine Beleg dafür, dass es unabdingbar ist, sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen.

Bergwacht Füssen lobt: „Ohne Ersthelfer hätte er keine Chance gehabt“

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Zur Veranschaulichung: Der Notruf bei der Leitstelle Allgäu ging um 12.31 Uhr ein. Die Bergwacht Füssen/Kaufbeuren traf bereits um 12.41 Uhr beim Patienten ein. „Für die Bergwacht-Notärztin steht fest, dass der Patient ohne das beherzte Vorgehen der Ersthelfer keine Chance gehabt hätte“, sagt Albrecht. Selbst wenn man das Herz nach 10 Minuten Stillstand wieder zum Schlagen gebracht hätte, wäre ein schwerer Hirnschaden sicher gewesen. Bei solchen Ereignissen könne man nur eines falsch machen, nämlich nichts zu tun.

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