Feuer

Hopfen: Großbrand an der Uferstraße

FU Brand

FU Brand

Bild: Dominik Riedle

FU Brand

Bild: Dominik Riedle

Landwirtschaftliches Anwesen in Hopfen am See geht in Flammen auf.
10.06.2021 | Stand: 12:21 Uhr

Flammen schlugen aus dem Dach des Wohnhauses, im Nebengebäude wütete ein Feuer: Zu einem Großbrand in einem landwirtschaftlichen Anwesen sind gestern in den frühen Morgenstunden 170 Einsatzkräfte zum Hopfensee geeilt. Darunter waren neben den Feuerwehren aus Füssen und Hopfen auch Wehrmänner aus mehreren umliegenden Ortschaften. Zwei Bewohner kamen nach Angaben der Polizei mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Campingplatz in der Nähe war nicht belegt, berichtete Füssens Polizeichef Edmund Martin im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit vor Ort waren auch das Technische Hilfswerk und das BRK Pfronten.

Den Schaden schätzen die Beamten auf mindestens eine Million Euro. Die Ursache war gestern noch unklar, der Kriminaldauerdienst Memmingen und die Kriminalpolizei Kempten übernahmen die Ermittlungen. Sie suchen nach einem bisher unbekannten Mann, der einen der Bewohner an der Haustüre über das Feuer informiert hatte, so dass dieser schnell die Feuerwehr verständigen konnte. Der Zeuge wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0831/99090 zu melden.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, loderten die Flammen bereits lichterloh, berichtete Kreisbrandrat Markus Barnsteiner. Es sei eine Herausforderung gewesen, für die beiden Drehleitern genügend Wasser zu liefern. Dafür habe der Hydrant nahe des Hofes nicht ausgereicht. Mit Pumpen beschafften sich die Feuerwehren deshalb Wasser aus dem Hopfensee. „Das braucht natürlich Zeit“, sagte Barnsteiner. Für Betroffene oder Augenzeugen entstehe in solchen Situationen oft der Eindruck, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauere, bis die Feuerwehr endlich eingreife.

Doch Barnsteiner lobte den schnellen Einsatz seiner Kollegen. Diesen sei es gelungen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu stoppen und den Brandschaden im Wohngebäude „so weit es ging zu begrenzen“. Auch Füssens Polizeichef Martin zeigte sich mit der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zufrieden. Er betonte, es sei zudem wichtig gewesen, dass auf der Straße intensiv gesalzen wurde. Denn bei den Minustemperaturen gefror Löschwasser auf der Fahrbahn. Die Straße wurde an der Stelle halbseitig gesperrt.