Ostallgäu

Krisengipfel

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Bild: Lukafo.de

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Fußball Wenn der TSV Pfronten heute den FC Füssen empfängt, ist es das Aufeinandertreffen der beiden bislang schwächsten Kreisliga-Teams. Wie die beiden Trainer beim heutigen Duell unter Flutlicht die Wende schaffen wollen
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Von sib
29.10.2019 | Stand: 13:16 Uhr

Das Derby, es ist heuer mehr denn je ein Krisengipfel. Denn wenn der TSV Pfronten heute im Nachholspiel der Fußball-Kreisliga den FC Füssen empfängt (Anstoß: 18.30 Uhr), stehen sich die beiden bislang schwächsten Teams der Liga gegenüber. „Vermutlich wird es ein sehr kampfbetontes Spiel, da beide Mannschaften die Punkte unbedingt benötigen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Alexander Rinschede vor dem heutigen Duell. Die Vorzeichen stünden aus seiner Sicht für beide Klubs nicht gut. Erst recht nicht nach dem vergangenen Wochenende, als es für beide Teams erneut Pleiten setzte. Und so ziert der FC Füssen mit zehn Zählern weiter das Tabellenende, während Pfronten mit einem Punkt mehr nur unwesentlich besser da steht. „Ich hoffe, dass wir Füssen endlich mal wieder besiegen – verdient hätten wir es, da wir in der letzten Saison in beiden Spielen die bessere Mannschaft waren“, sagt Rinschede.

Etwas anders sieht das naturgemäß FCF-Trainer Manuel Günes. Er will mit seinem Team erstmals in dieser Saison in der Fremde punkten: „Hierzu bedarf es aber einer entsprechenden Leistung über 90 Minuten“, sagt der Coach. Sein Team wolle aus den Fehlern lernen und sich endlich belohnen. „Denn schon in den letzten beiden Auswärtsspielen spielten wir phasenweise guten Fußball, konnten das aber nicht durchhalten und verloren unnötig“, sagt Günes. Personell ist die Situation bei den Schwarz-Gelben gegenüber dem Wochenende nur leicht verändert. Stammtorhüter Julian Modersbach steht wieder zur Verfügung, während Kapitän Sebastian Wörle weiter verletzt ist.

TSV-Trainer Alexandru Manta kann dagegen bis auf Niklas Heiß auf fast alle Spieler zurückgreifen. Wie Abteilungsleiter Rinschede berichtet, will der Coach den Gegner mit einigen Änderungen in der Aufstellung überraschen. „Ein Derby hat ja ohnehin immer andere Gesetze“, sagt der TSV-Verantwortliche. In den vergangenen vier Duellen reichte es übrigens für keines der beiden Teams zum Sieg – alle Aufeinandertreffen endeten jeweils Unentschieden. Das wäre dieses Mal für beide Vereine aber zu wenig, betrachtet man die Tabellenkonstellation. Auch wenn es bis zum rettenden Ufer bislang nur zwei Punkte sind, im Fall von Pfronten sogar lediglich einer – Zähler brauchen beide Mannschaften. Und zwar dringend.

Etwas augenzwinkernd sagt FCF-Trainer Manuel Günes, dass Pfronten und Füssen derzeit nicht nur geografisch Nachbarn seien, sondern auch was die Tabelle angeht. Ärgerlich sei das. „Dementsprechend groß ist aber auch die Motivation, diese Situation heute um 18.30 Uhr zu ändern“, meint Günes. Und auch Rinschede spricht von „Aggressivität“ und „Wille“ und kündigt an, dass jeder seiner Spieler alles geben werde, damit die drei Punkte an der Vils bleiben. Für einen spannenden Fußball-Abend scheint also alles angerichtet.